Herne testet den Solarpapierkorb: Robert Hoedt von der Firma Procomat wirft Müll ein; rechts vorne steht Horst Tschoeke, Vorstand der Entsorgung Herne. Hinter dem Gerät stehen Martin Peter, Dino Hasic und Frank Maehler von der Entsorgung Herne.
Bild: © Entsorgung Herne

Herne testet Solarpapierkörbe

Die Behälter pressen den Müll auf ein Fünftel des Volumens – das spart die tägliche Leerung.

Pizzakartons, Coffee-to-go-Becher oder Plastikflaschen: Der Müll in den Innenstädten wird immer großvolumiger und die normalen Straßenpapierkörbe kommen schnell an ihre Grenzen. Diesem Problem will nun die Stadt Herne zu Leibe rücken.

Entsorgung Herne wird in einem Modellversuch sechs Monate lang vier Solarpapierkörbe testen. Anhand der Erfahrungen soll dann entschieden werden, ob die Anschaffung solarbetriebener Pressabfallbehälter in innerstädtischen Bereichen sinnvoll ist.

Fünffaches Fassungsvermögen

Auf dem Markt werden verschiedene Modelle selbstverpressender Solarpapierkörbe angeboten. Entsorgung Herne hat sich beim Test für das Modell Stummer Solarpress der Firma Zoeller entschieden. Durch die Abfallverdichtung ist das Fassungsvermögen einer Solarpresse um mehr als das Fünffache größer. Wegen des größeren Fassungsvermögens sei kein tägliches Entleeren mehr nötig. Außerdem können durch das geschlossene System Ratten oder Tauben nicht an den Inhalt des Mülleimers gelangen.

In der Testphase ist bei der täglichen Kontrolle ein Begleitzettel auszufüllen, auf dem die Auslastung, der Zustand der Papierkörbe und der Reinigungszustand der direkten Umgebung dokumentiert werden. Die Leerung soll nicht täglich erfolgen, um die Funktion der Presse auch bei größerer Auslastung der Abfallbehälter zu testen. Der Füllstand ist direkt auf einem Display am Solarpapierkorb und online ablesbar.