Die EU-Länder müssen bei den Recyclingvorgaben transparenter und vergleichbarer werden, fordert der VKU. Bild: Peter von Bechen/ pixelio.de

Lizenzierungsmengen drastisch gesunken

Nach Ansicht des BDE ist eine inakzeptable Situation in der Verpackungsentsorgung erreicht.

Die jüngst veröffentlichte endgültige Mengenmeldung für das 1. Quartal 2014 hat die Entsorgungsbranche ernüchtert: Im Vergleich zum 1. Quartal 2013 sind rd. 25 % der LVP(Leichtstoffverpackungen)-Mengen abgemeldet und der Finanzierung des Systems entzogen worden. Gleichzeitig hat sich an den über die gelben Tonnen und Säcke entsorgten Mengen nichts geändert.
 
Der Präsident des Bundesverbands der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Rohstoffwirtschaft (BDE) Peter Kurth ist nicht zufrieden: "Nach den veröffentlichten Zahlen ist allein die Menge der Eigenrücknahmen um 166 % gestiegen. Dies widerspricht der Realität und ist für die Entsorgungswirtschaft nicht tolerabel." Die Entsorger hätten lange versucht, über Instrumente der Selbstverpflichtung dieser Entwicklung zu begegnen. "Jetzt haben wir einen Zustand erreicht, in der die Politik gegen die Wettbewerbsverzerrungen einschreiten muss", so Kurth.

Vor dem Hintergrund der aktuellen Meldung ist es dringend geboten, die 6. Novelle der Verpackungsverordnung schnellstmöglich zu verabschieden, um die Schwachstellen bei Eigenrücknahme und Branchenlösung zu beseitigen und das vielfach nachgeahmte System der Produktverantwortung zu erhalten, so der BDE. (al)