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Niedersachsen: Abfallmenge stieg um 89 000 Tonnen

In Niedersachsen fielen im Jahr 2016 rund 24,7 Mio. Tonnen Abfälle an. Das Aufkommen stieg im Vergleich zum Vorjahr um 0,4 Prozent.

In Niedersachsen gibt es 1010 Abfallentsorgungsbetriebe. Sie verarbeiteten laut der jüngsten Statistik im Jahr 2016 rund 24,7 Mio. Tonnen Abfälle. Rund 81 Prozent dieser Stoffe und Substanzen kamen aus Niedersachsen, das sind knapp 20 Tonnen. 19 Mio. Tonnen, also gut 77 Prozent, gingen zurück in die Kreislaufwirtschaft. Die restlichen 23 Prozent wurden größtenteils in Deponien entsorgt oder thermisch verwertet. Gegenüber dem Jahr 2015 stieg die Abfallmenge um 89 000 Tonnen beziehungsweise 0,4 Prozent.

Den größten Anteil am Gesamtaufkommen hatten nach Mitteilung des Landesamtes für Statistik Niedersachsen mit 41 Prozent die Bau- und Abbruchabfälle. Zu diesen gut zehn Mio. Tonnen gehörten Boden, Steine oder Bauschutt. Ebenfalls zehn Millionen Tonnen brachten Abfälle auf die Waage, die aus dem Bergbau, der Landwirtschaft und aus thermischen Prozessen in Kraft- beziehungsweise Stahlwerken stammten.

Stabiles Mengenaufkommen

Ebenfalls stark ins Gewicht fielen die Siedlungsabfälle mit einem Anteil von 19 Prozent, das sind 4,6 Mio. Tonnen. Zwei Mio. Tonnen dieser Siedlungsabfälle waren Hausmüll oder hausmüllähnlicher Gewerbeabfall. Außerdem zählten dazu 2,2 Mio. Tonnen getrennt gesammelte Fraktionen, darunter 399 000 Tonnen Papier, Pappe, Kartons und Verpackungen. Von den 19,9 Mio. Tonnen, die aus Niedersachsen kamen, zählten 22 Prozent oder 4,4 Mio. Tonnen zu den betrieblichen Abfällen.

Unter der niedersächsischen Gesamtabfallmenge von 24,7 Mio. Tonnen befanden sich 2,1 Mio. Tonnen besonders überwachungsbedürftige Abfälle. Rund 14 Prozent beziehungsweise 3,4 Mio. Tonnen waren Sekundärabfälle in Form von Schlacken, Schlämmen, Sortierresten oder Aschen, die in Abfallentsorgung oder bei der Abwasserbehandlung anfielen. (sig)