Screenshot: © muell-weg.de

Per App wild entsorgten Müll melden

Das Programm ermittelt und informiert automatisiert die zuständige Gemeinde.

Wer wild entsorgten Müll beispielsweise im Wald entdeckt, muss die zuständige Gemeinde informieren - doch wer ist verantwortlich, wenn die Stelle beispielsweise mitten im Wald liegt? Die App „Müllweg.de“ (www.muell-weg.de) bietet Hilfe. Die App bestimmt den Standort des Mülls per GPS. Daraus wird automatisch die zuständige Gemeinde ermittelt. Das Programm formuliert eine Mängel-Meldung samt Ortsangabe über Geodaten und Links etwa zu Google Maps oder Open Streetmap. Falls Informationen vorhanden sind, werde auch auf die individuellen Lösungen der einzelnen Städte hingewiesen.
 
App-Entwickler Thomas Lennartz beschreibt seine Motivation so: „Vor einem Jahr habe ich auf einem Spaziergang eine riesige Ablagerung Bauschutt entdeckt, die mich auf den Plan gebracht hat, denn ich wohne an der Grenze zwischen Dortmund, Castrop-Rauxel und Waltrop – und wenn ich den Fund melden möchte, muss ich zunächst einmal herausfinden, auf dem Boden welcher Gemeinde er liegt, dann, wer in der Gemeinde Ansprechpartner ist – und dann den Fund – und den Fundort, im Wald besonders lustig – genau beschreiben. Daraus sei die Idee für die App entstanden, die das automatisch machen soll. Mit dem Programm verdiene er keinen Cent; den Betrieb finanziert er nach eigenen Angaben komplett aus eigener Tasche.
 
Keine Konkurrenz zu kommunalen Angeboten

Lennartz legt Wert darauf, dass seine App bewusst keine „Wettbewerbsveranstaltung“ zu den individuellen Lösungen der Städte sei. Ziel sei, den Nutzern stets eine möglichst einfache Möglichkeit zur maximal einfachen, digitalen Meldung ihres Müllfunds aufzuzeigen. Der Datenbestand decke mittlerweile rund 85 Prozent der Bundesrepublik ab. Nutzer - und auch Gemeinden selbst - können noch nicht verzeichnete Gemeinden selbst eintragen. Selbstverständlich freue ich mich über jede Kommune, die auch „offiziell“ MÜLLweg! DE einsetzen möchte und dafür z.B. eine spezielle E-Mail-Adresse bereitstellt. „Für kleine Gemeinden, die die Kosten für eine eigene App-Entwicklung scheuen, könne die App eine unkomplizierte, kostenfreie Lösung sein“, so Lennartz. Das Programm ist für Android, iOS sowie als Web-Anwendung erhältlich. (wa)