Das Müllheizkraftwerk von MVV Energie auf der Friesenheimer Insel © MVV Energie/Thomas Balzer

Phosphor aus Klärschlamm zurückgewinnen

MVV aus Mannheim will eine neue Anlage bauen. Darin werden bis zu 90 Prozent des Rohstoffs zurückgewonnen. Voraussetzung dafür ist aber die "Monoverbrennung".

Das Mannheimer Energieunternehmen MVV Energie plant eine Anlage, um das in Klärschlamm enthaltene Phosphor wiedergewinnen zu können. Standort soll das Gelände ihres abfallgefeuerten Heizkraftwerkes und des Biomasse-Kraftwerkes auf der Friesenheimer Insel sein. Bis zu 90 Prozent des im Klärschlamm enthaltenen Phosphors kann so recycelt werden.

Dazu muss der entwässerte Klärschlamm zunächst getrocknet und dann thermisch vorbehandelt werden. Hierfür will MVV Energie auf der Friesenheimer Insel eine kleinere Linie errichten und den Klärschlamm aus Kommunen darin allein verbrennen. Diese sogenannte Monoverbrennung ist die Voraussetzung für die anschließende Phosphor-Rückgewinnung aus der dabei entstehenden Asche.

Wie die Bundesregierung setzt auch die baden-württembergische von den Grünen geführte Landesregierung auf dieses Verfahren. Im Gegensatz dazu könnte bei der Mitverbrennung von Klärschlämmen beispielsweise in Kohlekraftwerken oder Zementwerken der im Klärschlamm enthaltene Phosphor nicht zurückgewonnen werden.

Gleichzeitig wird MVV Energie die im Klärschlamm enthaltene Energie für die Erzeugung von Strom und Wärme sinnvoll nutzen und damit aktiven Umweltschutz mit hoher Energieeffizienz und einem nachhaltigen Umgang mit wertvollen Rohstoffen verbinden. (wa)