Protestaktion auf Sylt gegen die Vermüllung der Meere durch Plastik.

Sandgemälde gegen Plastikmüll im Meer

Deutsche Umwelthilfe fordert Mehrwegquote und Pfandpflicht für Getränkeverpackungen

Mit einem riesigen Wal als Sandgemälde protestierten die Deutsche Umwelthilfe (DUH) und das Europäische Umweltbüro (EEB) auf der Insel Sylt gegen die Vermüllung der Meere durch Plastik. Die DUH fordert von der neuen Bundesumweltministerin Svenja Schulze eine Abgabe auf Plastiktüten, eine Durchsetzung der Mehrwegquote für Getränkeverpackungen, Pfandpflicht für alle Getränkeplastikflaschen sowie ein Verbot von Mikroplastik in Hygiene- und Putzmitteln.

Am Leuchtturm List-Ost auf der Insel Sylt fand die Strandkunst-Protestaktion statt. Ein 40 Meter großer Wal, der eine Plastikflasche aus dem Wasser kickt, wurde in den Sand gemalt. Die Aktion war die zweite von insgesamt sechs Strand-Protestaktionen, die im Vorfeld des Earth Days am 22. April in Frankreich, Großbritannien, Spanien, Portugal und den Niederlanden stattfinden. Das diesjährige Motto des Earth Days lautet "Stoppt die Plastikvermüllung" und wird von Nichtregierungsorganisationen (NGO) auf der ganzen Welt unterstützt.

Mehrwegquote durchsetzen

Weil Plastikflaschen den größten Anteil an Abfällen in den Meeren ausmachen, sollten Getränke in wiederbefüllbaren und abfallarmen Mehrwegflaschen angeboten werden, fordert die DUH. Die Mehrwegquote in Deutschland sinkt, deshalb müsse die neue Umweltministerin Schulze die gesetzliche Mehrwegquote von 70 Prozent durchsetzen. Durch Sanktionsmaßnahmen wie eine Abgabe von 20 Cent auf Plastikflaschen können nach Ansicht der Organisation auch einwegorientierte Unternehmen an den Umweltschutz herangeführt werden.

Außderdem soll die Ministerin eine bundesweite Plastiktütenabgabe in Höhe von mindestens 22 Cent nach irischem Vorbild einführen. In Irland sei der Tütenverbrauch dadurch innerhalb weniger Jahre von 328 Stück pro Kopf und Jahr auf nur noch 16 reduziert worden. (wa)