Die Plattform in der mobilen Ansicht
© Scrappel

Schon über 2000 Angebote auf Recycling-Plattform

Auch in der Entsorgungs- und Recyclingwirtschaft hält die Digitalisierung Einzug. Eine Plattform will den Handel mit Schrott und Altmetall effizienter machen. Jetzt stieg die Zahl der Angebote und Gesuche erstmals auf über 2000.

Matthias Spanic (Managing Director), Christian Menz (CSO) und Sebastian Kussatz (CPO) haben 2017 das Start-up Scrappel gegründet, deren gleichnamige Plattform im Frühjahr 2018 online ging. Ziel ist es eine effizientere Abwicklung der Handelsgeschäfte für Schrott-und Altmetall zu ermöglichen und die Rückführung der Wertstoffe in den Kreislauf zu vereinfachen. Im August 2019 erreichten sie erstmals mehr als 2000 Angebote und Gesuche seit Start der Plattform sowie über 400 registrierte Nutzer.

Bislang sei der Handel mit Wertstoffen und dessen Abwicklung noch immer stark analog geprägt. Nicht zu selten würden Geschäfte per Telefon oder persönlichem Kontakt abgewickelt. Das sei häufig nicht nur zeitintensiv, sondern auch fehleranfällig. Vereinbarungen müssten oft im Nachgang manuell übertragen und verwaltet werden, begründet das Unternehmen die Entwicklung der Plattform gegenüber der ZfK.

Mehrwerte durch reduzierte Transaktionskosten

Auf Scrappel könnten nun Anbieter und Abnehmer von Altmetall und Schrott zusammenfinden. Geprüfte Unternehmen können benötigte Wertstoffe ausschreiben oder diese kaufen bzw. ihr bestehendes Tagesgeschäft auf einem Kanal abbilden lassen. Die Verhandlungen sowie die zur Abwicklung notwendigen Prozesse wie Terminvereinbarung und die Erfassung der Wiegenote sind ebenfalls Bestandteil des Prozesses.

Mehrwerte würden sich vor allem durch die reduzierten Transaktionskosten dank geringerer Kosten der Geschäftsanbahnung und -abwicklung ergeben. Auch eine compliance-konforme Dokumentation und eine sichere Zahlungsabwicklung seien garantiert.

Recyclingquoten erhöhen

Das Start-up ermöglicht vereinfachten Altmetallhandel und könnte dadurch Recyclingquoten erhöhen. Welche Auswirkungen das auf die Entsorgungsbranche in Form von verringerten Entsorgungsmengen im Altmetall- und Schrottbereich haben könnte, bleibt abzuwarten. Doch die digitalen Entwicklungen werden die Entsorger und Recycler weiter zu Veränderungen drängen. (pm)