Die thermische Verwertungsanlage der Suez Deutschland in Lützen-Zorbau bei Naumburg (Sachsen-Anhalt) ist seit 2005 in Betrieb und gehört seit 2010 vollständig zu dem privaten Entsorger im Engie-Konzern. Suez Deutschland, das damals noch Sita Deutschland hieß, hatte Anteile der Stadtwerke Gera AG (Thüringen) übernommen. Zorbau verbrennt Abfälle von 1,3 Mio. Haushalten aus Teilen Sachsens, Sachsen-Anhalts, Thüringens und Niedersachsens zu Strom und Fernwärme für 44 000 Haushalte. Bild: Picasa

Sita übernimmt MVA Zorbau vollständig

Weiterer Schritt für die Abwicklung der Stadtwerke Gera AG. Sita setzt trotz Dynamik zum Recyling auf thermische Verwertung.

Die Sita Deutschland GmbH übernimmt die verbleibenden 25,1 % Anteile der Stadtwerke Gera AG an der thermischen Verwertungsanlage in Zorbau nahe Leipzig (Sita Abfallverwertung GmbH). Sita ist damit mit Wirkung zum 1. Jan. 15 alleiniger Gesellschafter der Anlage. Eine entsprechende Vereinbarung haben jetzt die Sita Deutschland GmbH und Dr. Michael Jaffé, der Insolvenzverwalter der Stadtwerke Gera AG, die seit Inbetriebnahme der Anlage in 2005 Teilhaber war, vollzogen.

Mit der Übertragung, der der Gläubigerausschuss zugestimmt hat, hat Insolvenzverwalter Dr. Michael Jaffé ein Jahr nach dem Insolvenzantrag der Stadtwerke Gera AG für eine weitere ihrer Beteiligungsgesellschaften eine  Fortführungslösung realisiert. "Die Übereinkunft mit Sita ist ein großer Schritt für die zügige Abwicklung des Insolvenzverfahrens der Stadtwerke Gera AG. Wir haben damit viele offene Fragen abschließend geklärt und gleichzeitig ein gutes Ergebnis für die Gläubiger der Stadtwerke Gera AG erzielen können", betonte Jaffé. Alle Arbeitsplätze sollen erhalten bleiben.

Oliver Gross, Geschäftsführer der Sita Deutschland GmbH: "Die Übernahme der Anteile dient zum einen dem Ausbau und der Stärkung unserer Aktivitäten im Bereich Energy from Waste. Zum anderen ist die Übernahme auch ein klares Ja zur thermischen Verwertung: Denn auch wenn in Zukunft – ganz im Sinne der Kreislaufwirtschaft – immer mehr getrennt und recycelt werden wird, wird es auf lange Sicht große Mengen an Stoffen für die thermische Verwertung geben." (al)