Über die Portale weisen die Bürger schnell darauf hin, wo Schlaglöcher, illegaler Müll oder kaputte Straßenlaternen zu finden sind.
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Stadtverunreinigung: Online-Meldeportale sind etabliert

Die Online-Meldeportale für Stadtverunreinigungen sind ein Erfolg, bewerten die Kommunen: Denn Bürger sehen Missstände oft schneller als Behörden. Aber noch sind die Prozesse nicht überall optimiert.

Bürger melden online Missstände an die Stadt und diese beseitigt sie: Seit gut fünf Jahren gibt es in Halle und Magdeburg spezielle Portale. Seit dem Start 2014 seien in der Landeshauptstadt rund 16.600 Meldungen eingegangen, heißt es aus der Stadtverwaltung.

Zahl der Meldungen steigt stetig

In Halle sei die Anzahl der eingegangenen Meldungen stetig gestiegen, so die Leiterin des Dienstleistungszentrums Bürgerengagement, Petra Reinhardt. Anfang 2014 war das E-Government-Projekt "Sag's uns einfach – der Sachsen-Anhalt-Melder" in beiden Städten gestartet. Auf den Internetseiten des Magdeburger MD-Melders können Bürger Straßenmängel und Verschmutzungen direkt an den Bürgerservice kommunizieren. Dieser leite die Meldung an das zuständige Fachamt weiter, hieß es aus der Verwaltung.

Die Bearbeitungszeit schwanke je nach Anliegen. Defekte Straßenbeleuchtungen, Verkehrsschilder oder Lichtsignalanlagen würden binnen ein bis zwei Tagen repariert. Andere Anliegen könnten einige Tage mehr in Anspruch nehmen.

Zuständigkeiten teilweise nicht eindeutig

Oft sei jedoch die Zuständigkeit nicht eindeutig geklärt, kam die Rückmeldung aus der Stadt. Wenn die gemeldete Stelle im Bereich eines Anliegers liegt, ist dieser für die Reinigung oder Reparatur zuständig. Man könne außerdem feststellen, dass im Winter mehr defekte Laternen gemeldet würden als in den Sommermonaten.

In Dessau-Roßlau gibt es bislang nur die Möglichkeit, Eingaben zu machen, die jedoch nicht zentral erfasst werden. Dafür könnten sich die Bürger an unterschiedliche Fachämter, Ortschaftsräte oder Stadtbezirksbeiräte wenden, hieß es. (ab/dpa)