Mit der Marktanteilsberechnung liefert die Zentrale Stelle Verpackungsregister auch die Mengenmeldungen der Hersteller und Dualen Systeme mit.
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Transparenz im Recyclingmarkt trägt erste Früchte

Die Zentrale Stelle Verpackungsregister hat die erste Marktanteilsberechnung für die Dualen Systeme vorgenommen. Während das neue System die Inverkehrbringer von PPK erfolgreich in die Lizenzierung "zwingt", bleibt der Erfolg bei LVP noch aus.

Zum ersten Mal nach Inkrafttreten des Verpackungsgesetzes Anfang des Jahres hat die neu geschaffene Zentrale Stelle Verpackungsregister (ZSVR) die Marktanteile der Dualen Systeme berechnet. Dazu fand ein Abgleich der registrierten Herstellerdaten mit den Mengenmeldungen der Systembetreiber statt.

Aktuell verfügt das Verpackungsregister über 140.000 Registrierungen von Händlern und Herstellern. Das sind nach wenigen Wochen bereits doppelt so viele Unternehmen, die ihrer Systembeteiligungspflicht nachkommen wie in der Zeit der Verpackungsverordnung. Aufgeschlüsselt nach einzelnen Sammelgruppen haben Papier, Pappe, Karton (PPK) und Glas zugelegt.

LVP schwächelt noch

Während der Beteiligungsgrad bei Glas um fünf Prozent anstieg, nahmen die Mengenmeldungen bei PPK um zehn Prozent zu. Aus Sicht der ZSVR zeigt die Steigerung bei Papier und Karton, dass die Lizenzierungspflicht langsam bei den Verantwortlichen, speziell im Online-Handel, ankommt.

Auch die Menge an Leichtverpackungen ist um fünf Prozent im ersten Quartal 2019 auf 406.306 Tonnen angewachsen, liegt damit aber noch unter den Erwartungen. Die ZSVR blickt bei der Entwicklung der LVP-Zahlen allerdings positiv in die Zukunft. (ls)