Der "gelbe Sack" für Verpackungsmüll © VKU

VKU enttäuscht vom Verpackungsgesetz

Chance für mehr Ressourcenschutz und Bürgerfreundlichkeit sei nicht genutzt worden, beklagt der Verband.

Der Bundesrat hat am vergangenen Freitag dem Verpackungsgesetz zugestimmt. Der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) zeigt sich aber vom Ergebnis enttäuscht. Das Verpackungsgesetz mache die Kreislaufwirtschaft nicht ökologischer, so VKU-Vizepräsident Patrick Hasenkamp. Weder würden die Verpackungsmengen dadurch sinken, noch werde deutlich hochwertiger recycelt werden. Außerdem bleibe die für den Bürger wenig verständliche Trennung von Verpackungen und Nichtverpackungen bestehen. "Damit wurde eine große Chance für mehr Ressourcenschutz und Bürgerfreundlichkeit vergeben“, so Hasenkamp.

Weiter bemängelt der VKU, dass die Einrichtung der "Zentralen Stelle", die mit der Überwachung des Systems betraut werden soll, drastisch steigende Bürokratiekosten mit sich bringen werde. Schließlich wären Verbesserungen nötig gewesen, die die Papiersammlung vereinfacht hätten. Obwohl alle Papiere in einer gemeinsamen Tonne gesammelt und auch verwertet werden können, müssen die Kommunen künftig den Verpackungsanteil den dualen Systemen zur Verfügung stellen.
 
Als positiv bewertet der VKU, dass die Kommunen den dualen Systemen zukünftig Vorgaben für die Sammlung der Leichtverpackungen machen können, also zu Behältnissen, Leerungsintervallen sowie zur Frage, ob die Leichtverpackungen mittels Tonne oder gelbem Sack gesammelt werden. Bei letzterem kommt es in vielen Kommunen zu Problemen, weil die Säcke reißen und der Müll dann in der Gegend rumfliegt. (wa)