Aha-Geschäftsführer Thomas Schwarz (v.l.) mit Axel Priebs, Umweltdezernent der Region Hannover, Arpad Bogya, Gemeindebürgermeister von Isernhagen, und Udo Sahling, Geschäftsführer der Klimaschutzagentur, präsentieren den Wärmecontainer des Projekts "Wärme to go". Bild: Florian Arp

Wärme to go

Der Zweckverband Abfallwirtschaft Region Hannover (Aha) geht neue Wege bei der Nutzung von Wärme. Zehn Container dienen als Speicher.

Der Zweckverband Abfallwirtschaft Region Hannover (Aha) hat ein neues Pilotprojekt realisiert: "Wärme to go". Das heisst: Wärme, die auf der Deponie in Hannover-Lahe bei der Verstromung von Methangas aus der Abfallbehandlung entsteht und nicht gebraucht wird, soll jetzt auf innovative Weise das Schulzentrum Isernhagen in Altwarmbüchen mit Energie versorgen, berichtet der Entsorger per Pressemitteilung. Bei dem Modellprojekt in Höhe von 1,7 Mio. Euro gibt das Bundesumweltministerium rund 1,4 Mio. Euro dazu.

Die Wärme aus der Verstromung von Biogas wird nun in Container eingebracht, die mit dem Wärmespeichermedium Natriumacetat gefüllt sind, erläutert Thomas Schwarz, Verbandsgeschäftsführer von Aha. Die Elektro-Zugmaschine fährt die Container ins sechs Kilometer entfernte Schulzentrum in Altwarmbüchen. Dort wird die Wärme in die Heizung der Schule eingespeist. Die Laufzeit des Projekts geht bis Januar 2020.

Zehn Wärmecontainer und eine Elektro-Zugmaschine

Umweltdezernent Prof. Axel Priebs: "Der innovative Ansatz von "Wärme to go" hat auch den Fördermittelgeber, das Bundesumweltministerium, überzeugt. Wir setzen hier moderne technische Lösungen ein, um Klimaschutz und Energiewende voranzubringen und unsere Klimaschutzziele zu erreichen." Mit den vorgesehenen zehn Wärmecontainern und der Elektro-Zugmaschine könnten bis 2020 Treibhausgasemissionen von bis zu 8000 Tonnen vermieden werden.

Arpad Bogya, Bürgermeister der Gemeinde Isernhagen. "Dank der ergänzenden Förderung der Heizungsoptimierung über die Leuchtturmrichtlinie der Region konnten die ersten beiden kommunalen Brennstoffzellen im Schulzentrum installiert werden." Und diese sei Voraussetzung für die Integration der Wärmecontainer in das Heizungssystem im Projekt "Wärme to go".

Langjährige Erfahrung mit BHKW

"Isernhagen verfügt bereits über langjährige Erfahrungen mit innovativer Heiztechnik und beim Einsatz der Kraft-Wärme-Kopplung", sagte Bogya. Dreizehn Blockheizkraftwerke (BHKW) versorgen klimaschonend das Rathaus, fünf Schulen, vier Sporthallen und das Hallenbad.

Weitere Informationen unter www.waerme-to-go.de. (al)