Die Abfallwirtschaft und Stadtreinigung Freiburg (ASF) lässt Grünschnitt über eine Pyreg-Anlage in Pflanzenkohle verwandeln.
Bild: ©ASF

Zertifizierte Biokohle

In Freiburg ging vor rund einem Jahr eine Modellanlage zur Verwertung von Grünabfällen in Betrieb. Das Pyrolyse-Verfahren funktioniert, das Produkt Premiumkohle kann nun vermarktet werden.

Vor knapp einem Jahr, Anfang März 2017, startete auf dem Gelände der ehemaligen Mülldeponie Eichelbuck eine Modellanlage zur Verwertung von Grünabfällen. Es handelt sich um eine Pyreg-Anlage, die im Rahmen einer Pyrolyse das Ausgangsmaterial verkohlt. Seitdem wurden rund 800 Tonnen Grünschnitt zu Holzhackschnitzeln und Pflanzenkohle verarbeitet. Eine unabhängige Überwachungsstelle hat nun im Dezember die Qualität der Pflanzenkohle geprüft und als Güteklasse „Premium“ bewertet. Da die Pflanzenkohle alle Grenzwerte einhält, wurde dem Material die höherwertige Premiumqualität bestätigt, erklärt die Abfallwirtschaft und Stadtreinigung Freiburg GmbH (ASF) per Pressemitteilung. Das damit verbundene Zertifikat ist erforderlich, um die Vermarktung der Pflanzenkohle zu gewährleisten.

Zum Verfahren: Zunächst wird der dort verwendete Grünabfall in weiches und holziges Material aufgeteilt. Der zerkleinerte, gesiebte Holzanteil wird in der neuartigen Anlage bei 500 bis 700 Grad karbonisiert, dabei entsteht Pflanzenkohle, die sich zur Veredelung von Kompost, zur Herstellung von Aktivkohlefiltern oder als Futtermittelzusatz anbietet. Das Verfahren arbeitet energieautark, die nebenbei entstehende Abwärme dient zum Trocknen der Holzhackschnitzel. (al)