Die Landräte des Unstrut-Hainich-Kreises und des Eichsfeldkreises, Harald Zanker und Werner Henning, Zweckverbands-Geschäftsführer Ulrich Gabel, Wirtschaftsstaatssekretärin Valentina Kerst, Umweltstaatssekretär Olaf Möller und Verbandsvorsitzender Ottmar Föllmer (v.l.) eröffnen die modernisierte Kläranlage.
Bild: © Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz

Kläranlage ist "eierlegende Wollmilchsau"

Mit Schlammfaulung verbraucht die Anlage im Eichsfeld weniger als die Hälfte an Energie bei 50 Prozent mehr Kapazität.

Der Zweckverband Wasserversorgung und Abwasserentsorgung Obereichsfeld hat gemeinsam mit den beteiligten Gemeinden und dem Thüringer Umweltstaatssekretär Olaf Möller eine modernisierte Kläranlage in Horsmar (Unstrut-Hainich-Kreis) in Betrieb genommen. Der Zweckverband hatte die Anlage in den zurückliegenden Jahren modernisiert und vergrößert.

Die Anlage sei ein Musterprojekt moderner Abwasserbehandlung und könne sich bundesweit sehen lassen, so Möller. "Denn hier haben die Ingenieure geschaffen, woran die Landwirtschaft noch arbeitet – die eierlegende Wollmilchsau. Phosphat zurückgewinnen und aus Biogas den eigenen Energiebedarf größtenteils decken, das ist hochgradig effizient und klimaschonend", so der Staatssekretär.

Deutlich weniger Energie benötigt

Mit Umstellung auf das anaerobe Verfahren der Schlammfaulung werde deutlich weniger Energie benötigt. Gleichzeitig steigt die Reinigungskapazität von 9500 auf 15.000 Einwohnerwerte. Eine Biogasanlage mit Blockheizkraftwerk wandelt die Faulgase in Strom und Wärme um und sorgt dafür, dass 50 Prozent des Energiebedarfs gedeckt werden – für eine Anlage dieser Größenordnung ist eine eigene Biogasanlage durchaus noch die Ausnahme. Statt bisher 350.000 werden jetzt nur noch 150.000 kWh pro Jahr von außen benötigt. (wa)