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Politik muss Wasserwirtschaft berücksichtigen

Die Wasserwirtschaft mahnt bei den derzeitigen Koalitionsverhandlungen die Berücksichtigung ihres Investitionsbedarfs an.

Bei den aktuellen Koalitionsverhandlungen müssen auch dringend notwendige Investitionen in der Wasserwirtschaft hinreichend berücksichtigt werden. Darauf weist die Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall (DWA) zu Beginn der in Berlin startenden Koalitionsverhandlungen hin. Derzeit stünde ausschließlich die Finanzierung der Sanierung von Straßen und Brücken im Vordergrund, kritisiert DWA-Präsident Dipl.-Ing. Otto Schaaf. In Deutschland seien jedoch auch mehr als 7350 km Binnenwasserstraßen mit 450 Schleusen zu unterhalten, die ebenfalls einen sehr hohen Sanierungsbedarf aufwiesen.

Auch die derzeitigen Investitionen in die Abwasserinfrastruktur mit ca. 550 000 km öffentlichen Kanälen und annähernd 10 000 kommunalen Kläranlagen seien viel zu niedrig. Die derzeitigen jährlichen Investitionen in Höhe von rund 4,5 Mrd. € müssten wesentlich erhöht werden, so Schaaf. Der Selbstbehalt der Kommunen zur Entwässerung von Straßen und Plätzen liege zwischen 15 und 20 %. Viele Kommunen könnten diese Anteile nicht leisten und würden daher dringend notwendige Investitionen verschieben. Eine angemessene Finanzausstattung der Kommunen sei auch für diese Zwecke erforderlich. (wa)