oben von links: Gerold Mann (Bürgermeister Klipphausen), Silvio Ziesemer (Bürgermeister Tharandt)unten von links: Johannes Pohl, Ralf Strothteicher (Geschäftsführer bzw. Prokurist beide SEDD), Ralf Rother (Bürgermeister Wilsdruff) Bild: Abwasserzweckverband Wilsdruff

Abwasser: Dresden führt nun "Wilde Sau"

Die Stadtentwässerung Dresden GmbH ist seit 1. Januar Betriebsführer des Abwasserzweckverbandes (AZV) "Wilde Sau" aus Wilsdruff (Sachsen).

Die Kooperation umfasst den kompletten Betriebsdienst für die Verbandskläranlage Klipphausen, für die abwassertechnischen Netzanlagen und Pumpwerke im Gemeindegebiet Wilsdruff und in einem Teileinzugsgebiet von Pohrsdorf/Fördergersdorf (Stadt Tharandt). Auftragsbestandteil sind außerdem der Kundenservice, die Geschäftsbesorgung und ausgewählte Teilaufgaben im kaufmännischen Bereich.
 
Im öffentlichen Ausschreibungsverfahren im August 2014 hatte sich die Stadtentwässerung Dresden GmbH (SEDD) mit dem wirtschaftlich günstigsten Angebot klar durchgesetzt. Der Betriebsführungsvertrag hat eine Laufzeit von sechs Jahren. In dieser Zeit übernimmt die SEDD die Arbeitsverhältnisse für die drei gewerblichen und zwei kaufmännischen Mitarbeiter des AZV.

Als Grund für die Ausschreibung nannte die AZV ihre in die Jahre gekommene Verbandskläranlage Klipphausen. Für diese seien in den nächsten Jahren Investitionen in Millionenhöhe nötig. Nach einer gründlichen technischen-wirtschaftlichen Voruntersuchung habe man sich  für einen alternativen Lösungsweg entschieden.
 
Künftig soll das Abwasser entlang der Autobahn A4 in die Großkläranlage Dresden-Kaditz übergeleitet werden. Neben den wirtschaftlichen Vorteilen wird damit die Abwasserentsorgung für die künftigen Entwicklungen im AZV-Einzugsgebiet, aber auch bei steigenden Anforderungen des Gewässerschutzes langfristig sichergestellt. Die Abwasserüberleitung zur Dresdner Kläranlage soll etwa zum Jahreswechsel 2017/2018 in Betrieb gehen.
 
Derzeit ist die Stadtentwässerung Dresden auch mit der Schlammentsorgung der Verbandskläranlage sowie mit der Kleinkläranlagenentsorgung und -überwachung beauftragt. In beiden Fällen wurden auch diese Aufgaben im Ergebnis öffentlicher Ausschreibungen durch den AZV vergeben. (sg)