Geldspritze für Abwasserentsorger

Baden-Württembergs Umweltministerium will die Anschlussquote erhöhen. Potenzial von 25 000 Einwohner.

Das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württembergs hat den Regierungspräsidien gestern (27. August) rd. 1,8 Mio. € zur Verfügung gestellt, damit diese insgesamt 86 Abwassermaßnahmen im ländlichen Raum bezuschussen können. Die hiermit ermöglichten Gesamtinvestitionen in die Abwasserbeseitigung betragen rd. 7,5 Mio. €. "Wir wollen, dass möglichst viele Bürger im ländlichen Raum ihr Abwasser zentral an kommunale Kläranlagen abführen können", erklärte hierzu Umweltminister Franz Untersteller.
 
"Wir gehen davon aus, dass wir mit diesen Maßnahmen kleine Weiler mit dem örtlichen Kleingewerbe, Gehöfte oder Einzelanwesen im ländlichen Raum mit über 1500 Anwohner an eine zentrale Abwasserbeseitigung anschließen können", sagte Minister Untersteller weiter. Insgesamt sind im Land derzeit noch rund 75 000 Einwohner ohne Anschluss an eine kommunale Kläranlage. Davon könnten noch circa 25 000 Einwohner an die zentrale Abwasserentsorgung angeschlossen werden, teilte der Umweltminister mit.

Nach Einschätzung der unteren Wasserbehörden werden circa 50 000 Einwohner Baden-Württembergs das anfallende Abwasser dauerhaft dezentral entsorgen müssen. Grund hierfür sind zum Beispiel die große Entfernung zur nächstgelegenen Kläranlage oder die schwierigen topographischen Gegebenheiten vor Ort. (al)