Wer auf neuste Technologien bei der Abwasseraufbereitung oder Energieeffizienz setzt, wird vom Bund unterstützt.
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Innovative Abwassertechnik bekommt eigenen Förderplan

Dass Kläranlagen mehr können als nur filtern und aufbereiten, will das Bundesumweltministerium nun mit insgesamt 25 Mio. Euro fördern.

„Innovative Abwassertechnik“ – hinter diesem Namen stecht ein millionenschweres Budget. Die Bundesregierung stellt Subventionen in Höhe von insgesamt 25 Mio. Euro bereit, um neuen Technologien im Bereich der Abwasseraufbereitung zum Durchbruch zu verhelfen. Immerhin steht die Branche vor diversen Herausforderungen aber auch Chancen.

Drei Kategorien werden im Rahmen des neuen Förderschwerpunkts finanziell unterstützt: Die Wertstoffrückgewinnung- und bereitstellung gewinnt in Anbetracht der Phosphorrückgewinnungspflicht  immer mehr an Bedeutung, aber auch Technologien zur Aufbereitung von Stickstoff werden bezuschusst. Als zweite Kategorie sollen Projekte, die sich mit der weitgehenden Abwasserbehandlung befassen finanzielle Zuwendungen bekommen. Eine vierte Reinigungsstufe bzw. innovative Verfahren zur Reduktion von Spurenstoffen, wie Mikroplastik oder Arzneimittelrückstände sind vor allem in der Abwasseraufbereitung und damit für den Gewässerschutz und die Grundwasserqualität ein wichtiges Thema.

Bewerbungsschluss am 15. April 2019

Betreiber von kommunalen oder industriellen Abwasserbehandlungsanlagen können sich aber auch um eine Förderung im Bereich „Energie speichern, regeln und vernetzen“ bewerben. Wer seine Anlagen also effizienter machen will und dadurch Strom oder Wärme spart oder selbst zum Energielieferant wird, hat Chancen auf einen positiven Förderbescheid. Noch bis 15. April nächsten Jahres nimmt die KfW-Bankengruppe Anträge entgegen. (ls)