Auf der Großbaustelle in Mainz-Mombach wird noch länger gearbeitet als gedacht. Erst 2020 ist die Klärschlammverbrennungsanlage voraussichtlich fertig.
© Wirtschaftsbetrieb Mainz

Mainz: Warten auf die Klärschlammverbrennung

Die Hitze der Sommertage ist längst vorbei, trotzdem reichen ihre Folgen bis in die grauen Herbst: Der Bau der Mainzer Klärschlammverbrennungsanlage verzögert sich.

Eigentlich sollte es mit der Verbrennung von Klärschlamm in Mainz-Mombach pünktlich zum Jahresbeginn 2019 losgehen. Doch die Ausnahmetemperaturen im Sommer sorgten für einen unfreiwilligen Baustopp, der den ganzen Projektplan der Thermischen Verwertung Mainz (TVM) durcheinander gebracht hat.

„Auf einer solch großen Baustelle, mit rund 50 beteiligten Firmen muss ein Rädchen ins andere greifen, sonst gerät der Zeitplan ruckzuck durcheinander“, sagt die Vorsitzende der TVM-Gesellschafterversammlung, Jeanette Wetterling. Der diesjährige Super-Sommer brachte nicht nur die Bauarbeiter ins Schwitzen, auch der Beton kam jenseits der 30 Grad-Marke nicht zum Trocknen. Die Folge war ein regelrechter Domino-Effekt.

Fertigstellung frühestens 2020

Lieferzeiten, Lagerkapazitäten und Transporttermine mussten neu geplant werden, sodass frühestens Anfang 2020 mit dem Abschluss der Bauarbeiten zu rechnen ist. Die Baubranche boomt, den Arbeitsablauf kurzfristig zu verschieben sei nahezu unmöglich, erklärt Wetterling weiter. Ähnliches gelte für Genehmigungen, wie etwa, die für die Hochleistungstrockner als Schwerlasttransporte. Wann genau die Anlage in der Rheinstadt in Betrieb gehen wird, bleibt trotz der vorsichtigen Prognose von Wetterling offen. (ls)