Das Projekt Risa soll künftig die verheerenden Folgen von Starkregen mindern.
Bild: © Kraft Angerer/Hamburg Wasser

Neuer Schwamm-Schulhof mindert Starkregen-Folgen

Das Projekt Regeninfrastrukturanpassung (Risa) ist ein Gemeinschaftskonzept von Hamburg Wasser und der Hamburger Behörde für Umwelt und Energie, das neue Wege für den Umgang mit Starkregen erarbeitet hat.

Die Schule "Rellinger Straße" hat im Zuge eines Umbaus einen Schulhof bekommen, der einen Beitrag zum lokalen Überflutungsschutz nach Starkregen leistet. Erreicht wird dies dadurch, dass der Schulhof mit Mulden ausgestattet wurde, in denen der Regen natürlich versickern kann.

Der Schulhof ist das Ergebnis einer Kooperation von Schulbau Hamburg und Hamburg Wasser und gilt als Musterbeispiel, der Umsetzung der Erkenntnisse des Projekts Regeninfrastrukturanpassung, kurz Risa.

"Schwamm-Wirkung" entlastet lokale Kanalisation

Mit seiner neuen Entwässerungsinfrastruktur entlastet der Schulhof die örtliche Kanalisation. Insgesamt verringert sich die in die Siele gelangende Wassermenge im Regenfall um rund 50 Liter pro Sekunde. Das ergibt rund 30 Prozent weniger Abfluss. Dadurch sinkt lokal das Risiko, dass es nach Starkregengüssen zu Überflutungen kommt, weil die Siele das Wasser nicht schnell genug aufnehmen können.

Um die "Schwamm-Wirkung" des Schulkomplexes zu verstärken, wurde außerdem die Dachfläche eines Neubaus, in dem Mensa, Gemeinschafts- und Ganztagsflächen sowie eine Sporthalle untergebracht sind, mit einem Gründach versehen. Dieses trägt mit seiner speichernden Wirkung dazu bei, dass der Regen verzögert in die Kanalisation gelangt. Positiver Nebeneffekt: Gründach sowie Entwässerungs- und Sickermulden fördern die Verdunstung, was mikroklimatisch kühlend wirkt. (bh)