Der Bohrer gräbt ein Loch mit einem Außendurchmesser von 3,15 Meter in den Leipziger Untergrund. Das grabenlose Verfahren hat die Vorteil, dass Straßen nicht geöffnet und gesperrt werden müssen. Bild: Leipziger Wasserwerke

Neuer Stauraumkanal für Leipzig

Leipziger Wasserwerke investieren 6,3 Millionen Euro für einen 330 Meter langen Kanal.

Mit einem Riesenbohrer bauen die Leipziger Wasserwerke einen neuen Stauraumkanal an der Wundtstraße. Pro Tag schafft der Bohrer etwa zehn Meter. Entstehen wird ein 3,15 Meter breiter Tunnel, in den zeitgleich die neuen Kanalrohre aus Stahlbeton eingezogen werden. Insgesamt muss eine Strecke von 330 Meter bewältigt werden. Da es sich bei dem Verfahren um eine grabenlose Technik handelt, muss die Wundtstraße nicht aufgegraben und voll gesperrt werden.

Benötigt werden die Anlagen, um bei starkem Regen Mischwasser aus dem 2. südlichen Hauptsammler in der Fockestraße aufzunehmen. "Der neue Staukanal ermöglicht es, das Mischwasser aufzufangen und später über die Druckleitung zurück zur Fockestraße zu leiten, von wo aus es zeitverzögert ins Klärwerk Rosental gelangt. Dieses Prinzip führt zur Entlastung des Mischwassernetzes im Starkregenfall und zur Entlastung der Pleiße", betont Mathias Wiemann, Leiter des Unternehmensbereiches Netze der Wasserwerke. Der neue Stauraumkanal sorge in Kombination mit dem Entlastungsbauwerk am Ende der Einstaustrecke dafür, dass insgesamt weniger Mischwasser in die Pleiße abgeleitet werden muss. Wiemann: "Damit gelingt es uns, die sensiblen Gewässer und die Umwelt noch besser zu schützen." (al)