Mit einem speziellen Katamaran haben die Schleswiger Stadtwerke versucht, die Schlei von den Mikroplastikpartikel zu befreien.
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Plastik in der Schlei – Ermittlungen dauern an

Auch nach monatelangen Reinigungsaktionen der Schleswiger Stadtwerke treiben noch vereinzelt winzige Plastikschnipsel im Meeresarm der Nordsee. Auch bei den Ermittlungen zur Gewässerverunreinigung ist noch keine Ende in Sicht.

Gut ein Jahr nach Bekanntwerden der Verschmutzung der Schlei mit kleinen Kunststoffpartikeln dauern die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Flensburg wegen des Verdachts der Gewässerverunreinigung an. Die Ermittlungen der Polizei seien erst einmal abgeschlossen, sagte die Leitende Oberstaatsanwältin Ulrike Stahlmann-Liebelt der dpa. "Wir sind derzeit damit beschäftigt, die ganzen Ermittlungsergebnisse auszuwerten. Das ist sehr umfangreich."

Anfang März 2018 war bekannt geworden, dass aus der Kläranlage in Schleswig in den Monaten davor unbemerkt und unabsichtlich große Mengen an kleinen Kunststoffteilchen in die Schlei gelangt waren. Die Staatsanwaltschaft nahm bei den Stadtwerken und einem Unternehmen Ermittlungen auf.

Bei Bedarf muss weiter gereinigt werden

Die Plastikteile gehörten zu offenbar verpackten und dann geschredderten Speiseresten, die damals von Refood, einem Zulieferer, dem Faulschlamm beigemischt wurden, um Energie zu gewinnen. Derzeit werden kaum Schnipsel gefunden, es bestehe aber Konsens mit den Stadtwerken, dass bei Bedarf weiter gereinigt werde, sagte zuletzt der Leiter der unteren Naturschutzbehörde, Thorsten Roos. (dpa)