Starkregen – der Handlungsdruck wächst

Bauplaner und Stadtentwässerer diskutieren in Gelsenkirchen über Lösungsansätze für den Hochwasserschutz.

Rund 80 Teilnehmer diskutierten in Gelsenkirchen Wege zur Zusammenarbeit zwischen Kommunalverwaltung und Stadtentwässerung bei Hochwasser- und Überflutungsschutz. Der Einladung der nordrhein-westfälischen Landesgruppe des Verbands kommunaler Unternehmen, des Städtetags NRW, des Städte- und Gemeindebunds NRW sowie der Gelsenwasser AG folgten kommunale Vertreter und Mitarbeiter von Stadtentwässerungsbetrieben.

Klaus Krieger, Hamburger Stadtentwässerung, sprach sich für präventives Risikomanagement aus. Einer pauschalen Erweiterung der Ableitungskapazitäten erteilte er hingegen eine Absage. Carmen Sauerwein, Technische Betriebe Velbert, und Dr. Peter Queitsch, Hauptreferent des Städte- und Gemeindebundes NRW, betonten die Bedeutung von Stabstellen in Gemeindeverwaltungen zur Sicherstellung der Kommunikation und Koordination im Katastrophenfall. Aber auch Bürger können vorsorgen: Beispielhaft genannt wurde die Broschüre der Stadtentwässerung Köln und der Stadt Köln mit Informationen zur Eigenvorsorge für Bürger.

Alle Teilnehmer waren sich einig in der Einschätzung, dass die Anzahl von Hochwasser- und Starkregenereignissen weiter ansteigt. Damit wächst der Handlungsdruck in den Kommunen. Die Teilnehmer zeigten sich aber entspannt: In vielen Kommunen gibt es bereits Strategien zur Eindämmung. Auch der Gesetzgeber hat bereits reagiert. Mit der Novelle des Landeswassergesetzes schafft die Landesregierung die Möglichkeit, Kosten für Schutzmaßnahmen umzulegen. (sl)