Nachdem der Mittelfeldspieler des FC Bayerns Arjen Robben das entscheidende Tor erzielte, war die Erleichterung in München groß: Zahlreiche Münchner suchten darauf die Toilette auf. Bild: picture alliance / Mika Volkmann

Zur Halbzeit schnell aufs stille Örtchen

Was haben Wasserwirtschaft und Fussball miteinander gemein? Läuft ein wichtiges Spiel, kann der Fussball durchaus das Verbrauchsverhalten bestimmen.

Das Champions-League-Finale am 25. Mai zwischen dem FC Bayern München und Borussia Dortmund fand zwar in London statt, doch das Spiel beeinflusste den Wasserverbrauch vor allem in den beiden deutschen Städten.

Besonders in der Halbzeitpause erhöhte sich der Wasserverbrauch signifikant. Während des Spiels lag er in Dortmund deutlich unter dem durchschnittlichen Verbrauch, teilte DEW21 mit: In beiden Halbzeiten waren das 40 % weniger als vor dem Spiel. In der Halbzeitpause hingegen stieg er um 12,5 % und auch nach dem Spiel zeichnete sich ein überdurchschnittlicher Gebrauch der Klospülung ab.


In München verlief die Kurve ähnlich. Allerdings mit einem Unterschied: Nachdem Dortmund den Ausgleich in der 67. Minute per Elfmeter schoss, gingen überdurchschnittlich viele Münchner auf das stille Örtchen. Noch mehr Münchner betätigten die Klospülung jedoch nach dem erlösenden 2:1 von Robben. Dortmund hingegen zeigte einen weitaus konstanteren Verlauf, dort standen die Einwohner wohl so sehr unter Spannung, dass sie den Bildschirm nicht mehr verlassen wollten, interpretiert die ZfK die Wasserverbrauchskurve der Dortmunder. Die Grafiken lassen sich durch Klicken vergrößeren und wurden von DEW21 und den SWM zur Verfügung gestellt. (sg)