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08 Juni 2017 | 10:55

Jüngere Kohorten können nicht trennen

Gerade 16 bis 34-Jährige haben Schwierigkeiten, Wertstoffe richtig zu trennen, so das Ergebnis einer Umfrage von TNS Infratest. , Bild: DVI
Bild: DVI
Gerade 16 bis 34-Jährige haben Schwierigkeiten, Wertstoffe richtig zu trennen, so das Ergebnis einer Umfrage von TNS Infratest.
3. Tag der Verpackung: Anfang der 90er Jahre gelang den Deutschen das Erlernen des Sortierens von Wertstoffen. Die Kinder haben es wieder verlernt.

Das Recycling-Verhalten der Deutschen wird schlechter. Gerade die Jüngeren haben das richtige Trennen verlernt. Dieses Ergebnis kommunizierte gestern, zum 3. Tag der Verpackung, das Deutsche Verpackungsinstitut (DVI), ein gemeinnütziger Verein, der sich für die Entwicklung der Verpackungswirtschaft engagiert, in Berlin.

DVI hatte bei TNS Infratest eine Studie zum Recycling-Verhalten in Auftrag gegeben. Wie die Umfrage des DVI zeigt, scheitert mit über 33,3 Prozent mehr als jeder dritte Deutsche immer wieder beim Recycling – sie finden also nicht das richtige Behältnis für die gebrauchte Verpackung. Bedenklich sind für den DVI-Vorstandsvorsitzenden Thomas Reiner vor allem die Ergebnisse bei den 16- bis 34-Jährigen: Dort liegt die Quote nur bei 55,2 Prozent. "Ein gutes Viertel der Jahrgänge ab 1983 hat große Informations- und Wissensdefizite, wie und wo gebrauchte Verpackungen gesammelt werden. Die Aufklärungsarbeit der 90er-Jahre zur Mülltrennung hat diese Generation offensichtlich nicht mehr erreicht. Hier gibt es dringenden Handlungsbedarf", so Reiner.

Siebtgrößte Industrie in Deutschland

Die Verpackungswirtschaft ist mittlerweile die siebtgrößte Industrie Deutschlands. Der Umsatz beläuft sich auf rund 50 Mrd. Euro. Jährlich wächst das Segment um zwei Prozent. 5000 mittelständische Betriebe sind Teil der Branche, sie zählt etwa 500 000 Arbeitnehmer.

Wachsend ist auch der Anteil der Verbundverpackungen. Hierfür bat Reiner um Verständnis, da die Verpackung wichtige Funktionen erfülle. So könne beispielsweise auf Verbundverpackungen ausgewichen werden, um generell Materialien zu sparen. "Wir haben Widersprüche in unserem System", bekannte Reiner. Doch dies liege einfach an der Tatsache, dass Zielpunkte ausbalanciert werden müssen. Generell sei die Recyclingfähigkeit der Verpackung ein hohes Ziel. Rainer wies in diesem Zusammenhang auf den geringen Anteil von Verpackungen beim Carbon Footprint hin, der nur bei einem Prozent liege. (al)

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Megawatt betrug der Zubau an Ökostromleistung weltweit in 2016, berichtet die Internationale Energieagentur (IEA). Das ist ein Plus von acht Prozent gegenüber dem Vorjahr und umfasst nahezu zwei Drittel der neuen Stromerzeugung.