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10 März 2017 | 10:15

OOWV baut neue Faultürme

Griffen für den Baustart zum Spaten (v.l.): Hans-Gerd Noffke (Leiter der Kläranlage), Jens de Boer (Regionalleiter), Prof. Bernd Müller (Leiter des Amts für Verkehr und Straßenbau, Stadt Oldenburg) sowie die OOWV-Geschäftsführer Karsten Specht und Peter Kaufmann., Bild: OOWV
Bild: OOWV
Griffen für den Baustart zum Spaten (v.l.): Hans-Gerd Noffke (Leiter der Kläranlage), Jens de Boer (Regionalleiter), Prof. Bernd Müller (Leiter des Amts für Verkehr und Straßenbau, Stadt Oldenburg) sowie die OOWV-Geschäftsführer Karsten Specht und Peter Kaufmann.
Der Oldenburgische Wasserversorger investiert 14 Mio. Euro für das Projekt.

Diese Woche kam es zum ersten Spatenstich für ein Großprojekt Oldenburgisch-Ostfrie­sischen Wasserverbands (OOWV): In der Kläranlage an der Wehdestraße in Oldenburg werden zwei neue Faultürme gebaut. Mit dem rund 14 Mio. Euro teuren Projekt stellt sich der OOWV frühzeitig auf neue Anforderungen in der Klärschlamm­verwertung ein, so das Unternehmen per Pressemitteilung.

Die Faultürme werden 23 Meter hoch sein. Ihr Durchmesser beträgt 18,5 Meter, das Fassungsvermögen je 5000 Kubikmeter. 158 Betonpfähle wurden bereits zwölf Meter tief in den Untergrund getrieben, um für die nötige Standsicherheit zu sorgen. Läuft alles reibungslos, können die Faulbehälter Ende 2018 in Betrieb genommen werden, so das Unternehmen. Danach folge die Sanierung der beiden vorhandenen Faultürme.

Vor der Entwicklungsfront

"Der Entwicklung einen Schritt voraus zu sein, war immer eine Maxime und Stärke des OOWV", sagte Geschäftsführer Karsten Specht. Die Erweiterung der Klärschlammverwertung auf der größten Kläranlage im Verbandsgebiet sei ein weiteres Beispiel für vorausschauendes Handeln.

Klärschlamm sei bislang als qualitativ sehr hochwertiger Dünger geschätzt in der Landwirtschaft gewesen. Jedoch seien die Mengen, die der OOWV an Landwirte abgebe, durch das Überangebot an Nährstoffen in der Region stark rückläufig. Bei der Abwasserreinigung in den 46 Kläranlagen des OOWV fallen pro Jahr rund 275 000 Kubikmeter Klärschlamm an. Vor wenigen Jahren wurden 60 Prozent davon als Dünger ausge­bracht, 40 Prozent der Menge wurden verbrannt. Inzwischen habe sich dieses Verhältnis ins Gegenteil verkehrt: Nur noch 40 Prozent des Klärschlamms werden an Landwirte abgegeben, der Rest verbrannt. Und in wenigen Jahren drohe das Aus der landwirtschaftlichen Verwertung.

Aktuell beträgt das Faulraumvolumen auf der Kläranlage in Oldenburg rund 9300 Kubikmeter, so das Unternehmen. Nach der Erweiterung steige das Volumen auf 16 300 Kubikmeter. Für das Vorhaben erhält der OOWV Fördermittel aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) in Höhe von einer Million Euro. Der OOWV ist seit 2001 für die Abwasserentsorgung in Oldenburg zuständig. Die Kläranlage reinigt pro Tag rund 35 000 Kubikmeter Schmutzwasser. In den vergangenen 15 Jahren hat der OOWV mehr als 115 Millionen Euro in die Ertüchtigung der Kläranlage und in das Kanalnetz in Oldenburg investiert. (al)

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