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07 Februar 2017 | 14:00

Bayerngas legt mit trendwidrigem Konzept zu

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© Bayerngas
Die Stadtwerkekooperation Bayerngas hat im vergangenen Jahr mehr Gas verkauft. Das Absatzwachstum komme aus allen Kundengruppen, hieß es.

Bei vielen Marktteilnehmern stand und steht die Bayerngas unter Beobachtung. Denn sie geht bewusst einen anderen Weg als viele Große und andere Gas-Midstreamer: Sie eröffnet ihren B2B-Kunden keinen Zugang zum schnellen Klickhandel, sondern hat den Kontakt mit ihnen am Händlertelefon oder anderweitig verstärkt.

Dieses Konzept wurde im vorigen Jahr umgesetzt – und es scheint erst mal funktioniert zu haben: Die Stadtwerkekooperation vermeldete heute, dass ihr Gasabsatz gegenüber 2015 von 94 auf 98 Mrd. kWh zugelegt hat. Das Wachstum komme aus dem Kerngeschäft, hieß es weiter, und zwar aus allen Kundengruppen: Stadtwerke, Regionalversorger und Industrie.

Im Gasverkauf profitabel

Geschäftszahlen gibt es erst im zweiten Quartal. Aber von Bayerngas war so viel schon zu erfahren: Das Vertriebsgeschäft, das in der Tochter Bayerngas Energy gebündelt ist, hat schwarze Zahlen geschrieben. Der Konzern schloss mit einem Verlust ab. Hauptgrund sei der anhaltende Finanzbedarf der 19,9-Prozent-Beteiligung Bayerngas Norge, die in der Nordsee Öl und Gas fördert.

Bayerngas-Chef Günter Bauer führte den Absatzerfolg auf die Stärkung des Großkundenvertriebs und die neue Struktur des "Konzern-Überbaus" zurück: "Die Neustrukturierung hat uns den Raum gegeben, den wir für die Entwicklung des Geschäfts mit anspruchsvollen Kunden benötigen", sagte er.

Digitales soll persönlichen Kontakt unterstützen

Bayerngas-Energy-Chef Dr. Thomas Rupprich ergänzte: "Alle unsere Anstrengungen lagen 2016 auf der Stärkung der kundennahen Einheiten, der persönlichen Kundenbetreuung und dem Kundenverständnis. Selbst unsere digitalen Dienstleistungen treten dort in den Hintergrund und haben eine reine Unterstützungsfunktion, wo der persönliche Kontakt notwendig ist." (geo)

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Stromsperren sind im Jahr 2015 verhängt worden. Dies sind 20 530 Fälle weniger als im Vorjahr. Bei Gas sank die Anzahl um 2862 auf 43 626 Fälle. Diese Angaben machte im März die Bundesregierung auf eine Anfrage der Linken.