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27 Juli 2017 | 10:59

BNetzA: Netzentwicklungsplan Gas muss geändert werden

Einige Maßnahmen wie beispielsweise Leitungen zum Ausbau von Nord Stream missfallen der Bundesnetzagentur.

Die Bundesnetzagentur (BNetzA) hat gestern eine Umarbeitung am Netzentwicklungsplan Gas für 2026 verlangt. "Mit den Änderungen schützen wir die deutschen Gaskunden vor unnötigen Kosten", sagt Jochen Homann, Präsident der BNetzA. "Teure Ausbaumaßnahmen im deutschen Gasnetz sollen erst realisiert werden, wenn sie sicher erforderlich sind", so Homann in einer Pressemitteilung.

Die Agentur hält im deutschen Gasnetz 112 Maßnahmen mit einem Investitionsvolumen von zirka 3,9 Mrd. Euro für erforderlich. Sie umfassen einen Leitungsausbau von 822,6 km und einen Verdichterausbau von 429 MW. Die Fernleitungsnetzbetreiber hatten in ihrem Entwurf des Netzentwicklungsplans Gas 122 Maßnahmen mit einem Investitionsvolumen von zirka 4,5 Mrd. Euro bis zum Jahr 2026 vorgeschlagen. Dabei waren gegenüber dem Netzentwicklungsplan Gas aus dem Jahr 2015 42 neue hinzugekommen. Die vorgeschlagenen neuen Projekte dienen vor allem der Marktraumumstellung von niederkalorischem L-Gas auf hochkalorisches H-Gas, dem Anschluss von neuen Gaskraftwerken sowie der Ableitung von Gas aus der geplanten Nord-Stream-Erweiterung, erläutert die BNetzA.

Etliche Maßnahmen abgelehnt

Zu den abgelehnten Maßnahmen: Fünf Maßnahmen stehen im Zusammenhang mit der Erweiterung der Nord-Stream-Pipeline und sind nach Einschätzung der Bundesnetzagentur noch zu unsicher. Sie sollen erst dann in den Netzentwicklungsplan Gas aufgenommen werden, wenn Genehmigungen für den Bau der Nord-Stream-Erweiterung vorliegen. Daneben weisen drei Maßnahmen noch nicht den erforderlichen Präzisierungsgrad für eine Bestätigung durch die Bundesnetzagentur auf. Schließlich sind zwei weitere Maßnahmen nach Aussage der Fernleitungsnetzbetreiber auf der Grundlage inzwischen aktualisierter Planungen nicht mehr erforderlich.

Weitere Informationen hierzu sind zu finden unter: www.bundesnetzagentur.de/NEPGas2016-2026. (al)

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Megawatt betrug der Zubau an Ökostromleistung weltweit in 2016, berichtet die Internationale Energieagentur (IEA). Das ist ein Plus von acht Prozent gegenüber dem Vorjahr und umfasst nahezu zwei Drittel der neuen Stromerzeugung.