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13 April 2017 | 10:55

Erdgasproduktion geht stark zurück

Nur noch etwa acht Prozent des Erdgases in Deutschland stammen aus heimischen Quellen. Beim Erdöl sieht es noch schlechter aus.

Die heimischen Erdöl- und Erdgasreserven sowie die Produktion von Erdöl und Erdgas in Deutschland sind im vergangenen Jahr gesunken. Das ist das Ergebnis des aktuellen Berichts "Erdöl- und Erdgasreserven in der Bundesrepublik Deutschland am 1. Januar 2017", den das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) jetzt veröffentlicht hat.

Produktionsrückgang von 7,7 Prozent

Die heimischen Rohgasreserven betrugen am 1. Januar rund 70,1 Mrd. Kubikmeter (cbm) und lagen damit um 4,3 Mrd. cbm unter denen des Vorjahres (-5,8 Prozent). Niedersachsen ist hier mit 98,2 Prozent der Reserven (-0,1 Prozent) Spitzenreiter.

Insgesamt förderte die heimische Erdgasindustrie im vergangenen Jahr 8,6 Mrd. cbm Rohgas. Das entspricht einem Förderrückgang von 7,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die stetige Abnahme der Reserven sowie der Produktion ist auf die zunehmende Erschöpfung der deutschen Lagerstätten zurückzuführen, erläutert der Bericht. Außerdem blieben nennenswerte Neufunde aus. Zum Vergleich: Im Jahr 2015 produzierte Deutschland noch 9,3 Mrd. cbm, 2014 rund 10,1 Mrd. cbm und 2006 waren es mit rund 20 Mrd. cbm Rohgas noch mehr als doppelt so viel.

Etwa 8,3 Prozent des 2016 in Deutschland verbrauchten Erdgases stammt aus heimischen Quellen. Davon wurden 94,2 Prozent (-0,5 Prozent) in Niedersachsen produziert.

Geringe Förderung von Erdöl

Die erwarteten Erdölreserven in Deutschland betrugen am Stichtag (1. Januar 2017) 31,8 Mio Tonnen und lagen damit um 2,1 Mio. Tonnen unter denen des Vorjahres (-6,2 Prozent). Ursache sind laut Erdölindustrie die aus den Lagerstätten entnommenen Fördermengen und der anhaltend niedrige Ölpreis.

Im vergangenen Jahr wurden in Deutschland insgesamt 2,36 Mio Tonnen Erdöl gefördert. Das ist ein Förderrückgang von rund 60 000 Tonnen oder 2,4 Prozent gegenüber 2015. Die heimische Förderung trug im vergangenen Jahr mit einem Anteil von 2,2 Prozent zum deutschen Erdölverbrauch bei. (al)


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Prozent betrug der Rückgang des Steinkohleeinsatzes in Kraftwerken im ersten Halbjahr 2017 im Vergleich zum Vorjahr. Laut der AG Energiebilanzen wurden dagegen drei Prozent mehr Braunkohle verwendet.