Donnerstag, 14. Dezember 2017
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20 September 2017 | 11:45

Gas strömt umweltschonender und bidirektional

Die Verdichterstation am östlichen Start der Importpipeline Megal in Waidhaus an der bayerisch-tschechischen Grenze. Sie wäre von Januar 2018 an auch physisch dazu in der Lage, auch Gas nach Osten zu transportieren, um Tschechien im Falle einer Versorgungskrise zu helfen. Waidhaus ist einer der drei großen leitungsgebundenen Importpunkte Deutschlands., Bild: Georg Eble
Bild: Georg Eble
Die Verdichterstation am östlichen Start der Importpipeline Megal in Waidhaus an der bayerisch-tschechischen Grenze. Sie wäre von Januar 2018 an auch physisch dazu in der Lage, auch Gas nach Osten zu transportieren, um Tschechien im Falle einer Versorgungskrise zu helfen. Waidhaus ist einer der drei großen leitungsgebundenen Importpunkte Deutschlands.
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Symbolischer Start der neuen Gasturbinen in der Verdichterstation Waidhaus an der Röhre Megal am 19. September 2017 (von links): Nicolas Delaporte (Geschäftsführer von GRTGaz Deutschland), Margit Kirzinger (Bürgermeisterin von Waidhaus), Annette Karl (Landtagsabgeordnete),  Dr. Jörg Bergmann (Aufsichtsratschef der Megal und Chef von Open Grid Europe) sowie Dr. Jochen Schäfer (Geschäftsführer bei Megal). "Solar Turbines" ist der Hersteller der Gasturbinen., Bild: Megal / Open Grid Europe
Bild: Megal / Open Grid Europe
Symbolischer Start der neuen Gasturbinen in der Verdichterstation Waidhaus an der Röhre Megal am 19. September 2017 (von links): Nicolas Delaporte (Geschäftsführer von GRTGaz Deutschland), Margit Kirzinger (Bürgermeisterin von Waidhaus), Annette Karl (Landtagsabgeordnete), Dr. Jörg Bergmann (Aufsichtsratschef der Megal und Chef von Open Grid Europe) sowie Dr. Jochen Schäfer (Geschäftsführer bei Megal). "Solar Turbines" ist der Hersteller der Gasturbinen.
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Die Megal hat ihre Verdichterstation am östlichen Startpunkt an der Grenze zu Tschechien zu großen Teilen ertüchtigt. Das erhöht die Versorgungssicherheit.

Die Gasferntransportgesellschaft Megal hat am Dienstag mit Politikern, Gesellschaftern, weiteren Spitzen der Gasbranche und Zulieferern den Abschluss der Ertüchtigungen an der Verdichterstation Waidhaus im Oberpfälzer Wald sowie die neue Möglichkeit zur Gasflussumkehr gefeiert.

Dr. Jörg Bergmann, Chef des Megal-Gesellschafters Open Grid Europe (OGE) und Aufsichtsratschef der Megal, strich den Beitrag zur sicheren und flexibleren Gasversorgung Tschechiens heraus. Seit Mitte der 70er Jahre übernahm die Megal ausschließlich russisches Erdgas sowohl über die Ukraine als auch seit einigen Jahren über die Ostseepipeline Nord Stream an der tschechischen Grenze und führte es nach Süddeutschland und bis zur französischen Grenze weiter. Gesellschafter der Megal sind die deutsche OGE und die deutsche Tochter der französischen "GRTGaz" (ursprünglich Ruhrgas und Gaz de France).

Nun ist die Megal technisch auch in der Lage, umgekehrt Gas aus Frankreich, Benelux und Deutschland nach Tschechien zu transportieren, wenn es dort klemmt. Dies würdigte auch der tschechische Sonderbeauftragte für Energiefragen, Václav Bartuška.

Vier der sechs Verdichteranlagen wurden zudem erneuert. Sie nutzen jetzt die Abwärme der Gasturbine und senken dadurch den Kohlenmonoxid(CO)-Ausstoß der Verdichterstation Waidhaus um 60 Prozent, sagte Jörg Bergmann. Die Stickoxid(NOx)-Emissionen verringern sich demnach um 75 Prozent, die Effizienz erhöht sich um 15 Prozent. (geo)

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Die ZfK war dabei. Einen ausführlichen Bericht zur Megal mit Einordnung finden Sie in der gedruckten ZfK-Oktoberausgabe, die am 9. Oktober erscheint. Diese ist im Abo erhältlich.

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165 000

Megawatt betrug der Zubau an Ökostromleistung weltweit in 2016, berichtet die Internationale Energieagentur (IEA). Das ist ein Plus von acht Prozent gegenüber dem Vorjahr und umfasst nahezu zwei Drittel der neuen Stromerzeugung.