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24 Mai 2017 | 11:25

VNG eröffnet Untergrund-Gasspeicher in Peißen

Sechs Kavernen sind bereits seit April in Betrieb, bis 2024 soll ihre Zahl verdoppelt werden. VNG betreibt den Speicher gemeinsam mit Gazprom.

Sein Name erinnert an die russische Zarin Katharina II., die vor 288 Jahren als deutsche Prinzessin von Anhalt-Zerbst geboren wurde: Der neue Untergrundgasspeicher "Katharina" in Peißen nahe der Stadt Bernburg in Sachsen-Anhalt ist ein deutsch-russisches Infrastrukturprojekt. Gestern wurde die Anlage, die von der Verbundnetz Gas AG (VNG) und Gazprom gemeinsam betrieben wird, feierlich eröffnet. Zu den Gästen zählte auch der Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, Dr. Reiner Haseloff und der Schirmherr des Deutsch-Russischen Rohstoff-Forums, Professor Klaus Töpfer.

Speichervolumen liegt bei insgesamt 614 Mio. Kubikmetern

Bereits seit April diesen Jahres sind die ersten sechs unterirdischen Kavernen des Gasspeichers im kommerziellen Betrieb, bis 2024 sollen sechs weitere derartige Hohlräume fertiggestellt werden. Sie werden über ein Speichervolumen von insgesamt etwa 614 Mio. Kubikmetern verfügen. Zu den großen Vorzügen des Speichers zählen laut Medienmitteilung neben seiner zentralen Lage im europäischen Erdgasnetz auch die hohe Ausspeiseleistung.

"Gemeinsam mit Gazprom tragen wir damit zur Versorgungssicherheit mit Erdgas für Endverbraucher sowie Industrieunternehmen in Deutschland und Europa bei", sagte Ulf Heitmüller, Vorstandsvorsitzender der VNG. Nur mit Erdgas im Energiemix werde es gelingen, die ambitionierten Klimaziele Deutschlands und Europas zu erreichen.

Anbindungsleitung zur Erdgaspipeline Jagal

Neben den Gaskavernen wurde eine Obertageanlage errichtet, um das Gas ein- und auszuspeisen. Der Untergrundgasspeicher ist über eine rund 38 Kilometer lange Speicheranbindungsleitung zur Erdgaspipeline Jagal direkt an das europäische Fernleitungsnetz angebunden. Am Bau beteiligt sind die Verbundnetz Gas AG, die VNG Gasspeicher GmbH, Gazprom Export und die Gazprom Germania GmbH. (hoe)

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