Katherina Reiche bleibt an der Spitze des CEEP. Bild: (c) VKU

VKU-Chefin Reiche bleibt CEEP-Präsidentin

Dem Europäischen Verband der öffentlichen Arbeitgeber und Unternehmen (CEEP) gehören 17 einzelstaatliche Sektionen an. Der Dachverband sieht sich als wichtigen Mittler zwischen der EU und den Bürgern.

Mit einer bis zum Jahr 2022 reichenden Amtszeit ist VKU-Hauptgeschäftsführerin Katherina Reiche an die Spitze des CEEP gewählt worden, hat die Generalversammlung in Brüssel beschlossen. Reiche ist Vorsitzende der deutschen Sektion des CEEP, dem Bundesverband öffentliche Dienstleistungen (bvöd).

CEEP sei ein wichtiger Mittler zwischen der EU und den Bürgerinnen und Bürgern, sagte Reiche anlässlich ihrer Wiederwahl. Der Verband ist der europäische Interessenverband der Unternehmen und Organisationen mit öffentlicher Beteiligung sowie der Unternehmen und Organisationen, die Dienstleistungen im Allgemeininteresse erbringen. Angesichts der enormen Herausforderungen, vor denen Europa stehe, sieht sich CEEP als kräftige Stimme, die proaktiv Vorschläge zur Zukunft der EU mache, heißt es in Brüssel.

Auch im Blick auf die Europawahlen im Jahr 2019 müsse die Bedeutung der Dienstleistungen von allgemeinem Interesse eine zentrale Rolle in den politischen Debatten spielen, betonte Reiche. CEEP verweist in den einzelnen Sektorpolitiken auf Fortschritte für die öffentlichen Arbeitgeber und Unternehmen. Das Spektrum reiche von der Europäischen Säule sozialer Rechte, der EU-Energie- und Klimapolitik, dem digitalen Binnenmarkt bis zu Fragen des Freihandels.

CEEP gehören 17 einzelstaatliche Sektionen an. Der Mitgliederkreis umfasst Unternehmen und Organisationen aus den Sektoren Verkehr, Energie- und Wasserversorgung, Entsorgung, Wohnungswirtschaft, Post und Telekommunikation sowie weitere öffentliche Dienstleistungsbereiche. Er ist der europäische Dachverband der öffentlichen Arbeitgeber. Und damit der dritte, offiziell anerkannte europäischen Sozialpartner – neben dem Dachverband der privatwirtschaftlichen Arbeitgeber (Business Europe) und dem Europäischen Gewerkschaftsbund (EGB).

Die öffentlichen Arbeitgeber beschäftigen rund 30 Prozent der EU-Bevölkerung und tragen rund ein Viertel zu den Gesamtinvestitionen der EU bei. Damit seien die öffentlichen Dienstleister und Arbeitgeber ein Schlüsselelement der europäischen Wirtschaft und Garant für Stabilität und Teilhabe, heißt es beim VKU. (fri)