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08 November 2017 | 13:00

So werden Stadtwerke attraktiv für Fachkräfte

Die Berliner Wasserbetriebe (BWB) setzen bei ihren Rekrutierungsbemühungen unter anderem auf eine Arbeitgeber-Imagekampagne und den Ausbau von Traineeprogrammen. Über die Konzepte informierte Kerstin Oster, Vorständin Personal und Soziales, beim 6. VKU-Personalforum in Berlin., BWB
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Die Berliner Wasserbetriebe (BWB) setzen bei ihren Rekrutierungsbemühungen unter anderem auf eine Arbeitgeber-Imagekampagne und den Ausbau von Traineeprogrammen. Über die Konzepte informierte Kerstin Oster, Vorständin Personal und Soziales, beim 6. VKU-Personalforum in Berlin.
Die Kommunalwirtschaft steht vor gewaltigen Herausforderungen bei der Personalrekrutierung. Antworten darauf gab es beim VKU-Personalforum.

"Manchmal wird vergessen, dass wir für die Digitalisierung, Dezentralisierung und Dekarbonisierung, die richtigen Menschen finden müssen". So spannte Jarno Wittig, Geschäftsführer der VKU Service GmbH, den Bogen für das 6. VKU Personalforum. Dieses startete gestern in Berlin und läuft noch bis heute Nachmittag.

Die Herausforderungen sind schon aufgrund des demografischen Wandels gewaltig. Denn bis in zehn Jahren geht etwa die Hälfte der Mitarbeiter in kommunalen Unternehmen in den Ruhestand, wie eine aktuelle VKU Umfrage ergab. Dazu kommt der steigende Wettbewerbsdruck um die besten Köpfe, der permanente Qualifizierungsbedarf, eine neue Führungskultur, eine organisatorische und kulturelle Modernisierung in den Unternehmen und nötige neue Geschäftsmodelle.

Permanente Transformation nötig


"Wir brauchen eine permanente Transformation. Human Relations spielen hierbei eine treibende Rolle als kultureller Treiber in den Unternehmen", brachte es Frank Priewe, Vorstand Personal und Vertrieb der Bremer SWB auf den Punkt. Angesagt ist "ein Abschied vom Bereichsdenken" und eine neue Innovationskultur in kommunalen Unternehmen, um diese für Bewerber attraktiver zu machen, die Mitarbeiter zu halten und im Wettbewerb zu bestehen.

"Wir müssen mehr miteinander im Unternehmen sprechen und dürfen uns nicht als einzelne Bereiche voneinander abschotten", unterstrich auch Werner Albrecht, Geschäftsführer und Arbeitsdirektor der Stadtwerke München. Nur so könne es gelingen, die Arbeitgebermarke zu stärken und unternehmensweit Jobfamilien einzuführen. Nötig sei eine strategische Personalplanung als Kommunikationsplattform zu etablieren.

Arbeitgeber als Dienstleister gegenüber den eigenen Mitarbeitern


Für mehr Vertrauenskultur im Unternehmen, flexiblere Strukturen und Arbeitszeiten, mehr Kommunikationskompetenz der Führungskräfte und eine "Dienstleistungsperspektive auch gegenüber den eigenen Mitarbeitern", plädierte Dr. Anne-Sophie Tombeil vom Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO.

Verbessertes Ausbildungsmarketing in Neuruppin


Praktische Beispiele für ein verbessertes Ausbildungsmarketing zeigte Guido Gerlach, Vertriebsleiter und Prokurist der Stadtwerke Neuruppin auf. Das kommunale Unternehmen beginnt bereits in der Grundschule mit der Suche nach Azubis und führt dort seit Jahren erfolgreich Projektwochen durch. Die Berliner Wasserbetriebe intensivieren die Rekrutierung unter anderem durch eine Arbeitgeber-Imagekampagne, den Ausbau von Traineeprogrammen und ein Aus- und Weiterbildungszentrum für digitales Lernen, wie Vorständin Kerstin Oster berichtete. (hcn)

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Zahl des monats

165 000

Megawatt betrug der Zubau an Ökostromleistung weltweit in 2016, berichtet die Internationale Energieagentur (IEA). Das ist ein Plus von acht Prozent gegenüber dem Vorjahr und umfasst nahezu zwei Drittel der neuen Stromerzeugung.