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22 September 2017 | 11:00

E-Laden: Zurück zur Geldkarte

Der VDE rät Betreibern in einer Studie davon ab, auf die teuren gängigen online-Bezahlsysteme zu setzen. , Bild: EnBW
Bild: EnBW
Der VDE rät Betreibern in einer Studie davon ab, auf die teuren gängigen online-Bezahlsysteme zu setzen.
Für die Betreiber von E-Ladeinfrastruktur sind Prepaid-Bezahlsysteme die kostengünstigste Lösung. Dies ergab eine Studie des VDE.

„Während das Betanken eines Autos mit Verbrennungsmotor an einer Zapfsäule selten mehr als ein paar Minuten dauert und der Bezahlbetrag meist über 20 Euro liegt, sind die Verhältnisse an einer Ladesäule für Elektroautos für Betreiber deutlich ungünstiger.“ Dies sagt Dr. Wolfgang Klebsch, Autor der VDE-Studie „Ad-hoc-Laden und spontanes Bezahlen: Wie sich punktuelles Aufladen umsetzen lässt“. 

Das Aufladen an einem 11-kW Ladepunkt dauert beispielsweise, je nach Ladezustand der Batterie, ein bis zwei Stunden. Die Ladung kostet jedoch nur maximal fünf bis zehn Euro. Dies sei zu wenig um einen potenziellen Betreiber zur Investition zu bewegen, so der VDE-Experte. „Die zu erwartenden Margen sind schlichtweg zu gering“, sagt Klebsch. „Unter den Voraussetzungen ist keiner bereit, eine Ladeinfrastruktur aufzubauen und zu betreiben.“ Er untersuchte deshalb im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums, wie sich die Kosten bei den Bezahlsystemen in Grenzen halten lassen.

Gängige Online-Bezahlsysteme besonders teuer


Ein überraschendes Ergebnis der Studie ist, dass die auf der Betreiberseite anfallenden Kosten sehr breit gestreut sind. Deshalb rät Klebsch davon ab, pauschal auf gängige Online-Bezahlsysteme via Smartphone oder Kreditkarte zu setzen. Denn dort seien die Gebühren besonders hoch. Ladesäulenbetreiber sollten sich dagegen auf konservative Prepaid-Bezahlfunktionen wie Guthaben auf EC-Karten konzentrieren. Hier fallen in der Regel Gebühren von nur einem bis vier Cent pro Transaktion an. Bei dieser Lösung muss der Nutzer allerdings mitspielen. Denn von ihm wird erwartet, dass er seine Geldkarte regelmäßig mit Bargeld auflädt. „Für den Autofahrer bedeutet das, die Bequemlichkeit ein Stück aufzugeben. Dafür wird das Tanken billiger“, so Klebsch. (hcn)


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