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11 Juli 2017 | 11:20

Große Unterschiede in den Fahrstrompreisen

Bei den Fahrstrompreisen der größten Betreiber öffentlicher E-Auto-Ladesäulen, die 80 Prozent der Punkte abdecken, gibt es eine erhebliche Spreizung, und Spontanladen ist eher selten möglich. Das ergibt eine stichprobenartige Online-Preisblattrecherche von Statista für das Energie- und IT-Unternehmen Lichtblick von Mitte 2017.,
Bei den Fahrstrompreisen der größten Betreiber öffentlicher E-Auto-Ladesäulen, die 80 Prozent der Punkte abdecken, gibt es eine erhebliche Spreizung, und Spontanladen ist eher selten möglich. Das ergibt eine stichprobenartige Online-Preisblattrecherche von Statista für das Energie- und IT-Unternehmen Lichtblick von Mitte 2017.
Das Ökoenergieunternehmen Lichtblick hat den ersten großen E-Ladesäulen-Test durchführen lassen. Eines der Ergebnisse: Spontanladen bieten wenige an.

Eine Preisblattrecherche von Statista im Auftrag von Lichtblick ergibt starke Preisunterschiede beim Fahrstrom und geringe Möglichkeiten, sein E-Auto spontan – das heißt: ohne vorherigen Vertrag und Freischaltung durch den Betreiber – zu laden. Für Lichtblick steht damit fest: Stromtankstellen sind "kompliziert und oft (zu) teuer".

Statista hatte im "ersten großen Ladesäulen-Check in Deutschland" stichprobenartig die Online-Preisblätter von elf Ladepunkt-Betreibern untersucht und nur Tarife ohne Vertragsbindung verglichen. Die Elf decken angeblich 80 Prozent aller öffentlichen deutschen Ladesäulen ab. Demnach reicht der Fahrstrompreis umgerechnet in kWh – Stand Jahresmitte, alles brutto – von 13,5 Cent beim Dresdner Kommunalversorger Drewag bis zu 66,9 Cent bei der RWE-Tochter Innogy. Zum Vergleich: Haushaltsstrom kostet im Schnitt 29,1 Cent. Gratis lädt man noch bei den Stadtwerken Leipzig und Düsseldorf sowie bei der Rheinenergie Köln. Zählt man bei der EnBW die Registrierungsgebühr von 20 Euro hinzu, springt sie vom preislichen Mittelfeld an die Spitze. Zugrundegelegt wurde eine Ladung für 100 km mit einem Nissan Leaf an einem AC-1-Anschluss mit 7,4 kW Leistung. Meist wird Ladezeit abgerechnet. Diese wurde hier umgerechnet in kWh.

Lichtblick fordert vertriebliche Öffnung aller Ladesäulen

Spontanladen ist nur bei drei der elf untersuchten Ladesäulenbetreiber möglich: Innogy, EWE Oldenburg und Mainova Frankfurt am Main. Die politische Botschaft von Lichtblick-Chef Gero Lücking: Durch die angebliche Intransparenz und Zugangshürden sei "die Verkehrswende zum Scheitern verurteilt". Er fordert, dass Ladesäulen dem Stromnetz zugeschlagen werden und dass dann E-Auto-Fahrer ihren Fahrstrom zu Haushaltsstrom-Preisen von ihrem jeweiligen Versorger bekommen können. (geo)

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