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10 März 2017 | 10:30

Shell: Wasserstoff wird im Energiemix wichtiger

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Im Jahr 2050 könnten im Verkehrssektor durch Brennstoffzellen-Pkw bis zu 68 Mio. Tonnen Kraftstoff sowie fast 200 Mio. Tonnen CO2-Emissionen eingespart werden.

Dieser wichtige Beitrag zur Energieeinsparung und Treibhausgas-Minderung wäre leistbar, wenn der Bestand an Brennstoffzellen-Pkw Mitte des Jahrhunderts 113 Mio. Fahrzeuge erreichen würde. Die Internationale Energieagentur erwartet dies in einem ambitionierten Klimaschutzszenario allein in den drei Schwerpunktregionen USA, ausgewählte Pkw-Märkte in Europa sowie Japan.

Diese Einschätzung wird von der Shell Wasserstoff-Studie „Energie der Zukunft? Nachhaltige Mobilität durch Brennstoffzelle und H2“ unterstützt. Sie wurde von Shell gemeinsam mit dem Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie erarbeitet und gestern in Berlin offiziell vorgestellt. Dabei lag der Schwerpunkt auf dem Mobilitätssektor.

Dr. Jörg Adolf, Chefvolkswirt bei Shell Deutschland und Projektleiter der Studie sagt: „Unser Unternehmen ist schon seit Jahrzehnten in der Wasserstoff-Forschung, -Entwicklung und -Anwendung aktiv und betreibt ein eigenes Geschäftsfeld Shell Hydrogen. Daher können wir mit Gewissheit sagen, dass die Technologien zur Herstellung und Anwendung von Wasserstoff in den vergangenen Jahren große Fortschritte gemacht haben, und zwar nicht nur im Pkw-Bereich.“

Schlüsseltechnologie für die energetische Nutzung von Wasserstoff ist die Brennstoffzelle; diese arbeitet deutlich effizienter als herkömmliche Verbrennungsmotoren. Im Transportsektor ist die Brennstoffzelle über den Pkw hinaus prinzipiell für alle Verkehrsmittel geeignet. Dabei weisen Flurförderzeuge (zum Beispiel Gabelstapler) derzeit den größten Bestand an Brennstoffzellen-Fahrzeugen auf. Allein in Nordamerika fahren inzwischen über 11 000 davon, wird in der Shell-Presseinformation hervorgehoben.  Busse seien – aufgrund einer Vielzahl von öffentlichen Förderprojekten – das am intensivsten mit Wasserstoff und Brennstoffzellen in Fahrzeugflotten erprobte Verkehrsmittel. Großen Entwicklungsbedarf gebe es dagegen noch bei Schiene, Schiff und Flugzeugen.

Obgleich Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnik in den vergangenen Jahren signifikante technologische Fortschritte gemacht haben, stehen beide noch am Anfang eines breiten kommerziellen Einsatzes im globalen Energiesystem, so die Studien-Autoren. Daher bedürften sie seitens des Staates noch weiterer Unterstützung und Förderung. Auch an der Akzeptanz in der Gesellschaft und bei den Konsumenten muss noch weiter gearbeitet werden.  

(Heute 2016) gibt es weltweit  rund 210 Wasserstoff-Tankstellen und etwa 2500 wasserstoffbetriebene Kraftfahrzeuge. Die H2-Tankstellen und Brennstoffzellen-Fahrzeugflotten konzentrieren sich bislang auf die USA, Westeuropa und Asien/Japan. Infrastruktur- und Flottenentwicklung haben sich zuletzt deutlich beschleunigt. In Deutschland sind bisher 27 öffentliche Tankstellen (700 bar) in Betrieb, weitere vier fertig zur Abnahme. An Shell Tankstellen gibt es derzeit in Deutschland vier Wasserstoffzapfsäulen, neun Projekte sind im Bau und weitere 15 Stationen sollen 2017 realisiert werden. (ad)

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