Donnerstag, 21. September 2017
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12 September 2017 | 12:00

Verkehrswende dominiert Stadtwerke-Kongress

Bundesratspräsidentin und Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) hält am 12. September 2017 eine Eröffnungsrede zum VKU-Stadtwerkekongress des Verbandes kommunaler Unternehmen in Mainz., Bild: Michael Nallinger
Bild: Michael Nallinger
Bundesratspräsidentin und Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) hält am 12. September 2017 eine Eröffnungsrede zum VKU-Stadtwerkekongress des Verbandes kommunaler Unternehmen in Mainz.
Ministerpräsidentin Dreyer und VKU-Präsident Ebling sprechen sich für die Erhöhung der Fördermittel zum Umbau des Verkehrssektors aus.

Die Mobilitätswende und die jüngsten Dieselgipfel stehen heute zum Auftakt des  VKU-Stadtwerkekongresses in Mainz im Mittelpunkt. Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin und aktuelle Bundesratspräsidentin Malu Dreyer (SPD) begrüßte dabei die in der vergangenen Woche beschlossene Aufstockung des Mobilitätsfonds des Bundes auf eine Mrd. Euro.

Um die Stickoxidwerte in den betroffenen deutschen Städten nachhaltig abzusenken, werde man aber mit noch größeren Förderprogrammen arbeiten müssen, meinte sie. Die Gelder aus dem Mobilitätsfonds sollen unter anderem in den Ausbau der Ladeinfrastruktur fließen und auch in die Umrüstung von Busflotten.

Dreyer lobt Projekte in Mainz/Wiesbaden und Trier

Wie diese Umstellung konkret realisiert werden kann, verdeutlichte Dreyer mit Verweis auf einige besonders innovative Projekte von Kommunalversorgern. So planen die Stadtwerke Mainz gemeinsam mit der ESWE Verkehr in Wiesbaden für 2020 den Betrieb von Wasserstoff- und Brennstoffzellenbussen. Betrieben werden diese mit grünem Gas aus der Power-to-Gas-Anlage in Mainz. Auch die Stadt Trier werde im Januar kommenden Jahres drei elektrobetriebene Busse in Betrieb nehmen.

Die Ministerpräsidentin lobte zudem die Anstrengungen der Stadtwerke im Bereich der Digitalisierung, besonders beim Glasfaserausbau. "Kommunale Unternehmen nutzen die Chancen zum Glasfaserausbau sehr vielfältig, ich begrüße das ausdrücklich. Wir müssen den Sprung in die Gigabitgesellschaft schaffen", so Dreyer. Rund 140 kommunale Unternehmen investieren bis 2018 rund 1,7 Mrd. Euro, in diesen Bereich.

"Von Bedenkenträgern zu modernen Unternehmen"

Kommunale Unternehmen hätten sich in den vergangenen Jahren sehr positiv weiterentwickelt von "eher schwerfälligen Bedenkenträgern zu modernen Unternehmen", lobte die SPD-Politikerin. "Ich hoffe, dass sie gute Partner sind und weiter mitwirken an den Schlüsselthemen der Zukunft", erklärte Dreyer.

Zuvor hatte sich der Präsident des Verbandes kommunaler Unternehmen (VKU) und Mainzer Oberbürgermeister Michael Ebling in seinem Grußwort erneut strikt gegen Fahrverbote in deutschen Großstädten ausgesprochen. Zudem erneuerte er seine Forderung nach einem Programm, um 10 000 Busse mit alternativen Antrieben auszustatten sowie Kehr- und Müllfahrzeuge umzurüsten. "Wir brauchen diesen Schub bei den innovativen Antrieben", bekräftigte Ebling.

Ebling: Wir können integriert und ganzheitlich

Angesichts der großen Herausforderungen durch die Verkehrswende seien innovationsfreundliche Rahmenbedingungen für die Verteilnetzbetreiber zwingend, so der Kommunalpolitiker. Die Bundesregierung müsse die Kommunalwirtschaft als ganzheitliches, dynamisches System sehen. "Wir können integrierte und ganzheitliche Ansätze in Kommunen realisieren, aber dafür muss man über die Sektorgrenzen hinwegdenken", erklärte der VKU-Präsident. (hoe)
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Einen ausführlichen Bericht zu neuen Tarifen und Angeboten von Kommunalversorgern in der individuellen E-Mobilität finden Sie auf Seite 9 in der ZfK-Septemberausgabe, die am Montag erschienen ist und im Abo erhältlich ist.

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