Das flämische Personenbeförderungsunternehmen De Lijn bestellte nun 70 VDL Hybridgelenkbusse Low Floor Citea. Bis 2025 möchte das öffentliche Unternehmen in allen Zentrumstädten der belgischen Region elektrisch unterwegs sein.
Bild: © VDL

Hybridbusse für Flandern

Weitere 70 Hybridbusse von VDL sollen ab kommmendem Jahr in Flandern/Belgien im öffentlichen Nahverkehr unterwegs sein.

Mit einem Auftrag über 70 Hybridbusse setzten das Flämisches Personenbeförderungs- unternehmen De Lijn und VDL ihre Zusammenarbeit fort, teilte VDL Bus & Coach in einer Presseerklärung vom heutigen Montag mit.

Die Citea SLFA-180 Hybrid, die in der zweiten Jahreshälfte 2021 geliefert werden sollen, würden an verschiedenen Orten in Flandern fahren. Ziel sei es, bis ca. 2025 in allen 13 Zentrumstädten Elektroverkehr anzubieten. Die Niedrigemissionszonen Brüssel und Antwerpen hätten dabei Vorrang. Der Auftrag sei Teil einer Rahmenvereinbarung über den Ankauf von 400 Bussen, die vergangenes Jahr mit VDL geschlossen wurde.

270 neue Hybridbusse bis 2022

"Hybridbusse sind ein guter Schritt nach vorn im ökologischen Umbau des öffentlichen Personenverkehrs. Die Bestellung dieser 70 Hybridbusse passt in unseren Plan, die Busflotte schnell 'grüner' zu machen und zu verjüngen”, wird Roger Kesteloot, Generaldirektor von De Lijn in der Mitteilung zitiert.

“Das ist auch erforderlich, weil wir bis ca. 2025 in allen Zentrumstädten vollständig elektrisch fahren wollen”, so Kesteloot weiter. Der neue Auftrag folge auf eine frühere Bestellung über 200 Hybridbusse Ende 2019. Von 2020 bis 2022 würden insgesamt 270 neue Hybridbusse erwartet. Etwa ein Drittel der Busse von De Lijn werde dann 'grün' fahren.’’

Hybridkonzept für De Lijn

De Lijn habe seit 2014 schon insgesamt 890 Fahrzeuge bei VDL Bus & Coach bestellt. Mit dem neuen Auftrag wachse der Anteil elektrisch angetriebener Busse stetig, und Flandern werde immer grüner, wird Filip Malefason, Managing Director VDL Bus & Coach Belgium zitiert. Gebaut werden sie bei VDL Bus Roeselare, der belgischen Produktionsgesellschaft des Busherstellers.

Der Hybridgelenkbus Low Floor Citea habe den gleichen elektrischen Antriebsstrang wie der Citea Electric. Dank einer neuen, kompakten 'High-Power'-Batterietechnologie könne dieses Hybridfahrzeug unter anderem in Stadtzentren und Niedrigemissionszonen wie ein vollelektrischer Bus eingesetzt werden, heißt es in der Mitteilung weiter.

Bis zu 30 Kilometer vollelektrisch

De Lijn habe sich für eine hohe Batteriekapazität entschieden, sodass die Busse mit voll aufgeladenen Batterien bis zu 30 Kilometer vollelektrisch fahren können. Alle Hybridbusse würden von einem Generator unterstützt, der den strengsten derzeit geltenden europäischen Umweltnormen entspreche und bei Bedarf zugeschaltet werden könne, um die Batterien zusätzlich zu laden. Außerdem könnten die Batterien über einen CCS-Combo2- Ladestecker geladen werden.

Die elektrische Autonomie der Hybridbusse könne in Zukunft durch die Erweiterung um eine Schnellladeoption vergrößert werden. Dann könnten die Busse über einen in die Ladeinfrastruktur integrierten Pantografen geladen werden, teilte VDL mit.

240 kW Elektromotor plus 64 kW Batteriepaket und 210 kW 4-Zylinder

Dieser Folgeauftrag bestehe aus 70 Citea SLFA-180 Hybrid. Der Niederflur-Gelenkbus habe einen 240-kW-Elektromotor und ein 64 kW starkes 'High-Power'-Batteriepaket. Zusätzlich seien alle Hybridbusse mit einem 210 kW starken 4-Zylinder-Euro-6-Generator ausgestattet, der die Batterie mit Energie versorgen könnten.

Dank der Verbindung eines Serienhybridsystems mit einem technisch hochentwickelten Batteriepaket könne die neue Generation Citea-Hybridbusse über die Hälfte der Zeit elektrisch fahren, heißt es in der Mitteilung. (hcn)