Eon gründet Einheit für Ladesäulen-Geschäft

Der Energieversorger will eine führende Rolle beim Ausbau der Ladeinfrastruktur in Europa spielen. Jetzt geht er in die Offensive.

Eon macht das Thema Elektromobilität zu einem strategischen Schwerpunkt.
Zu diesem Zweck gründet das Unternehmen eine eigene Einheit zum Thema Ladeinfrastruktur. Diese soll attraktive Standorte für Ladesäulen sichern, um dort Ladetechnik zu installieren und zu betreiben. Den Kunden sollen passgenaue Produkte wie beispielsweise das Laden mit grünem Strom oder eine Flat-Rate für uneingeschränkte Mobilität angeboten werden, heißt es in der Medienmitteilung.

In Sachen Ladeinfrastruktur verfügt der Essener Energiekonzern nach eigenen Angaben bereits über einige Erfahrungen. So betreibt der Konzern in Dänemark rund 2500 Ladepunkte und ist dort mit knapp 300 000 Ladevorgängen Marktführer. Aus den dort generierten Daten entwickelt Eon Service- und Preismodelle für andere Märkte. So habe man im Oktober in Großbritannien und Schweden damit begonnen, ein Ladenetz aufzubauen und Kommunen und Privatkunden verschiedene E-Mobility-Produkte, wie Ladesysteme und Tarifmodelle, anzubieten. Über die Partnerschaft mit E-Clearing hätten die Fahrer von Elektroautos schon heute eine Live-Ansicht der Ladepunkte in ihren Navigationssystemen.

Auch in Deutschland bietet Eon Unternehmen und Kommunen Ladesäulen zum Kauf oder zur Pacht an. Diese Kunden würden auch dabei unterstützt, Fördermittel bei der Bundesregierung gemäß der für Januar 2017 erwarteten Richtlinie zu beantragen. (hoe)