Über eine Pufferbatterie will Aral ultraschnelles Laden mit einer Leistung von bis zu 320 kW an seinen Ladesäulen ermöglichen.
Bild: © Aral AG

Aral eröffnet ersten "Mobility Hub" in Berlin

Die Station soll verschiedene Verkehrsoptionen und Dienstleistungen zu einem Mobilitätsknotenpunkt verbinden. Mithilfe eines „Microgrids“ möchte das Unternehmen schnelles Laden bei geringerer Netzkapazität ermöglichen.

Aral hat heute den ersten "Mobility Hub" im Zentrum von Berlin eröffnet. Die multifunktionale Station an der Holzmarktstraße soll als Testfeld für sich verändernde Kundenbedürfnisse im Bereich Mobilität dienen. Neben dem klassischen Kraftstoff will Aral laut Pressemitteilung dort ein sogenanntes "Microgrid" aus Ladesäule und Batterie für Elektrofahrzeuge anbieten.

In Kooperation mit verschiedenen Sharing- und Mobilitätsanbietern, einem Akku-Wechselautomaten sowie der Anknüpfung an den ÖPNV soll die Aral-Station außerdem zu einem Umsteigeplatz für verschiedene Verkehrsträger werden. Vor kurzem hatte das Unternehmen bereits angekündigt, in den kommenden Monaten in Deutschland über 100 ultraschnelle Ladepunkte mit bis zu 350 kW Ladeleistung in Eigenregie in Betrieb zu nehmen.

Ride-Sharing: Kooperation mit BVG

An der Aral-Station soll eine ganze Bandbreite CO2-sparender Mobilitätsoptionen zur Verfügung stehen. Schaffen will das Unternehmen das unter anderem durch die Integration eines Jelbi-Standortes der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG). Dort reicht das Angebot für die Kunden von verschiedenen Car Sharing-Optionen über E-Scooter und E-Roller bis hin zum Bike Sharing.

Henry Widera, CIO und Bereichsleiter Informations- und Vertriebstechnologie: "Mit Jelbi bieten wir alle Formen geteilter Mobilität in Berlin aus einer Hand." Für eigene E-Bikes, Lastenräder oder elektrische Kleinfahrzeuge hält ein Swobbee-Akkuwechselautomat Lademöglichkeiten bereit. Er ermöglicht den Verkehrsteilnehmern, ihre Akkus mit niedrigem Ladestand innerhalb von 30 Sekunden gegen voll aufgeladene auszutauschen.

„Microgrid“ soll Lademöglichkeiten erweitern

Im Mittelpunkt des "Mobility Hub" sollen die beiden neuen Ladestationen für Elektrofahrzeuge stehen, die das Unternehmen in Eigenregie betreibt. Sie können an der Station mit einer Leistung von bis zu 320 kW kompatible Elektrofahrzeuge laden. Die dazu benötigte hohe Ladeleistung wird durch eine lokale Batterie bereitgestellt, die sich auflädt, wenn gerade kein Elektrofahrzeug angeschlossen ist.

Zusätzlich kann in Zukunft am Standort selbstständig Strom erzeugt werden, um sich autark zu versorgen. Dabei handelt es sich um die erste Ausbaustufe eines sogenannten Microgrids, dessen Praxistauglichkeit Aral erstmalig erproben möchte. Mit dieser Technologie will Aral auch dort ultraschnelles Laden anbieten, wo durch das lokale Stromnetz die technischen oder kommerziellen Voraussetzungen nicht gegeben sind. (jk)