Andre Laaks,www.foto-laaks.de

E-Tankstelle in Dortmund

Ein intelligentes Batteriemanagement-System regelt die Betankung von E-Fahrzeugen via Photovoltaik.

Dortmunds E-Flotte fährt ab heute mit lokal erzeugtem Sonnenstrom. RWE Effizienz nahm heute die neue Fassaden-Photovoltaikanlage am Firmensitz in Betrieb. Die Anlage ist mit einem intelligenten Speicher- und Ladesystem verknüpft und produziert knapp 40.000 kWh Strom im Jahr. Dies reicht für über 250.000  Kilometer der elektrischen "Metropol-E"-Flotte. Zwölf Elektrofahrzeuge sind bei "Metropol-E", dem von der Bundesregierung ausgezeichneten Leuchtturmprojekt für Elektromobilität, im Einsatz. „Smarte Ladevorgänge wie hier am Flamingoweg nutzen Ökostrom genau an der Stelle der Erzeugung. So verändern wir die Mobilität nachhaltig“, so Dr. Arndt Neuhaus, Vorstandsvorsitzender der RWE Deutschland AG.

Das technische System: Die Photovoltaikanlage, die sich über acht Etagen der Fassade des RWE-Gebäudes erstreckt, verfügt über eine Leistung von 42 kWp und ist mit einem Batteriespeichersystem von 200 kWh Speicherkapazität im Keller des Firmengebäudes verbunden. Die Steuerung der Energieflüsse übernimmt ein eigens konzipiertes und programmiertes Energiemanagement-System. So laden Flottenfahrzeuge tagsüber die Fahrzeugbatterie mit Sonnenstrom. Rechnerisch kann auch eine Flotte von bis zu zehn E-Fahrzeugen während der Nachtstunden geladen werden. Die hohe Leistung des Speichersystems von bis zu 50 kW ermöglicht gleichfalls die Ladung von E-Fahrzeugen an der Gleichstrom-Schnellladestation auf dem RWE-Firmengelände. Mit dieser Schnellladetechnik werden dafür ausgelegte Fahrzeuge wie ein Nissan Leaf in 30 min fast vollständig aufgeladen. Die Photovoltaikanlage der RWE Effizienz ist die erste von insgesamt vier dezentralen Wind- und Solaranlagen, die im Projekt "Metropol-E" über das einheitliche IT-Backend gesteuert werden. (al)