Ralf Schodlok, Vorstandschef der ESWE Versorgungs AG, ESWE-Vertriebsingenieur Johannes Kraft, ESWE-Vorstand Jörg Höhler und Mobileeee-Geschäfsführer Michael Lindhof (v.l.) wollen 100 Carsharing-Elektroautos nach Wiesbaden bringen.
Bild: © Lothar Rehermann/ESWE Versorgung

Carsharing-Elektroautos für Wiesbaden

ESWE Versorgung kooperiert mit dem Frankfurter Anbieter Mobileeee. Ziel sind 100 geteilte Elektromobile.

Die ESWE Versorgung aus Wiesbaden und der Frankfurter E-Mobilitäts-Anbieter Mobileeee haben eine Kooperation besiegelt. Innerhalb des nächsten Jahres wollen die beiden Partner mehr als 100 Elektrofahrzeuge als Carsharing-Angebot im Stadtgebiet Wiesbaden und der Umgebung auf die Straßen bringen.

96 öffentlich zugängliche Ladepunkte für Elektrofahrzeuge hat ESWE in Wiesbaden und dem Rheingau-Taunus-Kreis in Betrieb. Aber im Bereich Carsharing gebe es in der Stadt noch Nachholbedarf, meint Ralf Schodlok, Vorstandsvorsitzender der ESWE Versorgungs AG.

Ein Carsharing-Auto ersetzt zehn Privatwagen

„In Wiesbaden wollen wir vor allem auf private Flächen von Unternehmen oder Bauträgern gehen“, meint Mobileeee-Geschäftsführer Michael Lindhof. „Mit Kernnutzern gewährleisten wir eine feste Inanspruchnahme der Autos und sorgen dafür, dass gerade da eine Verfügbarkeit gegeben ist, wo Nutzer nach einem Auto suchen.“ Ein Carsharing-Auto ersetze mindestens 10 private Pkw, erläutert Lindhof. Das könne gerade in einer Stadt wie Wiesbaden mittel- bis langfristig einen entscheidenden Beitrag zum Klimaschutz leisten.

ESWE biete ein „Rundum-Sorglos-Paket“, bestehend aus E-Carsharing-Autos und Ladeinfrastruktur an, so Schodlok. Das sei für unterschiedlichste Kunden ideal.

ESWE nennt Beispiele: So könnten Hotels ihren Übernachtungsgästen ein Mobilitätsangebot machen. Kommunen stellen tagsüber den Verwaltungsmitarbeitern ein Auto zur Verfügung und bieten den Bürgern abends einen Carsharing-Wagen an. Große Unternehmen könnten ihren Fahrzeugbestand und damit die Fuhrparkkosten durch die gemeinschaftliche Nutzung und das Angebot an die breite Öffentlichkeit senken. Bauträger verringern ihren Stellplatzschlüssel durch das Anbieten eines Carsharing-Autos und müssen somit weniger Stellplätze bei Neubauvorhaben nachweisen. (wa)