E-Autos: Schäuble plant Kaufprämie ein

Der Bundesfinanzminister stimmt offenbar nun doch einem Förderprogramm für die E-Mobilität zu. Die Autoindustrie soll die Hälfte der Kosten tragen.

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble will den Umstieg auf Elektroautos in Deutschland nun offenbar doch finanziell unterstützen. Gemäß einem Artikel der Süddeutschen Zeitung plant er bis 2020 hierfür eine Milliarde Euro ein, das Konzept soll beim heutigen Autogipfel im Kanzleramt vorgestellt werden. Mehr als die Hälfte des Geldes ist zur Finanzierung von Zuschüssen für den Kauf von Elektrofahrzeugen gedacht. Der Erwerb eines reinen Elektroautos soll mit 5000 Euro, die Anschaffung eines Plug-In Hybrids mit 3000 Euro gefördert werden. Die Förderung soll noch in diesem Jahr eingeführt werden, ab Juli 2018 ist eine Absenkung der Kaufprämie auf 3000 respektive 2000 Euro vorgesehen. Die Kosten für die Zuschüsse werden auf 1,2 Milliarden Euro veranschlagt. Die Summe soll je zur Hälfte vom Bund und von der Autoindustrie getragen werden. Gemäß Medienberichten haben die Autohersteller bereits ihre Bereitschaft signalisiert, den entsprechenden Beitrag bereit zu stellen.

Die Bundesregierung will darüber hinaus 300 Millionen Euro in den Ausbau der Ladeinfrastruktur investieren, weitere 100 Millionen Euro sind für die Schaffung steuerlicher Anreize vorgesehen. So soll beispielsweise das Laden von Autos beim Arbeitgeber kein geldwerter Vorteil mehr sein, der zu versteuern ist. Die Kaufprämie war in den vergangenen Wochen in der Großen Koalition kontrovers diskutiert worden. Geht es nach der Bundesregierung sollen bis 2020 rund eine Million Elektrofahrzeuge auf Deutschlands Straßen fahren, aktuell sind es weniger als 50 000. (hoe)