Neu installierte Ladesäule der Stadtwerke Karlsruhe mit europatauglichen Steckern, Ladedisplay und integrierter Remotefähigkeit. Quelle: @ Stadtwerke Karlsruhe

E-Autos sollen überall laden können

Ladesäulenverordnung II: Künftig soll das Laden von Elektroautos an jeder Ladesäule im öffentlichen Raum auch ohne Vertrag möglich sein.

Ein entsprechender Entwurf der Ladesäulenverordnung II (Entwurf der Ersten Änderungsverordnung zur Ladesäulenverordnung – LSV) befindet sich derzeit in der Länder- und Verbändeanhörung. Durch die Änderungsverordnung werden die weiteren Aspekte des Betriebs von Ladepunkten wie Authentifizierung und Bezahlung entsprechend den Vorgaben der EU-Richtlinie 2014/94/EU umgesetzt, sagte die Sprecherin des federführenden Bundeswirtschaftsministeriums (BMWi) Beate Braams gegenüber der ZfK. Ziel der Verordnung ist es, sicherzustellen, dass jeder einen nichtdiskriminierenden Zugang zu Lademöglichkeiten, unabhängig von langfristigen Verträgen, erhält.

Auch sollen in Umsetzung von EU-Recht Mindeststandards für den Bezahlvorgang beim Aufladen geschaffen werden. Derzeit gibt es im Markt ganz unterschiedliche Varianten wie der Fahrer beim Aufladen bezahlen muss. Hier sollen einheitliche Mindeststandards geschaffen werden.

Künftig soll sichergestellt werden, dass sich die Fahrer von E-Fahrzeugen an jeder öffentlichen Ladesäule digital identifizieren und anschließend über Smartphone, eine Webseite oder gängige Zahlungsmittel wie Kreditkarten oder PayPal bezahlen können. Auch soll künftig ausgeschlossen werden, dass Betreiber von Ladesäulen eine Stromabgabe an Fahrer verhindern, die keinen Abnahmevertrag mit ihnen geschlossen haben.

„Mit den geplanten Ergänzungen zur Ladesäulenverordnung stellt die Politik weitere Weichen für die Zukunft des Gesamtsystems Elektromobilität“, lobte Stefan Kapferer, Vorsitzender der BDEW-Hauptgeschäftsführung die geplante Regelung.

Laut BMWi-Sprecherin Braams wird der vorliegende Verordnungsentwurf nach Abschluss der Länder- und Verbändeanhörung abschließend mit den Ressorts beraten. Er könnte dann Anfang des kommenden Jahres in Kraft treten. (hcn)