E-Bike-Pilotprojekt in Düsseldorf

Stadtwerke Düsseldorf und weitere Unternehmen realisierten Abrechungsverfahren via Mobilfunkrechung.

In den vergangenen beiden Jahren wurden in Deutschland über 700 000 Elektrofahrräder gekauft. Die Akkuleistung beschränkt den Aktionsradius. Ladestationen sind überall dort sinnvoll, wo Fahrräder parken  – etwa  in Innenstädten, Einkaufszentren und an Bahnhöfen.

Ein erster Testpilot zum Laden von E-Bikes startete in dieser Woche in Düsseldorf. Das zukunftsweisende Ladesystem ist ein Gemeinschaftsprojekt von den Stadtwerken Düsseldorf, Mennekes Elektrotechnik, Sunnhill Technologies, Logica / CGI, dem TÜV Rheinland und Vodafone.

Das Nachladen des Rad-Akkus ist kinderleicht: Man entnimmt die Fahrrad-Batterie und deponiert sie in einer kleinen Ladebox. Dann einfach noch das passende Ladekabel anschließen. An der Box ist zudem eine SMS-Kurzwahl ausgewiesen. Eine Kurznachricht dorthin identifiziert nun den Radbesitzer und schaltet den Ladestrom frei. Ist der Akku schließlich geladen, folgt eine Rückmeldung aufs Handy. Der Strom kann einfach per Mobilfunkrechnung bezahlt werden, in der Testphase  ist der Ladevorgang aber kostenfrei.

Hinter der neuen Idee steckt modernste Machine-to-Machine (M2M) Kommunikation. Jeder Kunde, egal von welchem Mobilfunkanbieter, kann daher die neue Stromtankstelle mit seinem Handy ansteuern. Das Pilotprojekt soll belegen, dass die neue Technologie für den flächendeckenden Aufbau einer solchen Lade-Infrastruktur geeignet ist  - einschließlich sicherer Stromzufuhr und Fahrradparkplatz während des Ladevorgangs.

Die Abwicklung des Ladevorgangs via Mobilfunk gibt es auch bei E-Fahrzeugen. Ein ähnliches Pilotprojekt existiert bereits im Allgäu. (al)