E-Mobilität: EWE und SAP kooperieren

EWE stellt den Fuhrpark ins Zentrum seiner E-Mobility-Strategie. Zusammen mit SAP soll ein gemeinsames Produkt entwickelt werden.

Das Thema E-Mobilität gewinnt in Deutschland an Fahrt. "Sowohl auf Seiten der Kommunen als auch beim Fuhrparkmanagement vieler Unternehmen spüren wir eine verstärkte Nachfrage", sagt Dr. Jonas Lohmann, Leiter des EWE-Kompetenzcenters E-Mobilität. Zusammen mit dem Software-Konzern SAP will EWE deshalb im Bereich E-Fuhrparkmanagement ein gemeinsames Produkt entwickeln. Ihre Kooperation gaben die beiden Unternehmen gestern an der E-World in Essen bekannt.

Großes Synergiepotenzial
 
Ziel sei eine gemeinsame Plug & Play-Lösung, die bundesweit angeboten werden soll. EWE hat vor Kurzem eine Ausschreibung zum Betrieb der Ladeinfrastruktur von SAP gewonnen und betreibt aktuell die rund 80 Ladepunkte des Softwarekonzerns. "Dabei haben beide Unternehmen auch Synergiepotenzial für ein weitreichendes Kooperationsprojekt mit Fokus E-Fuhrpark identifiziert", betonte Lohmann.

Dabei übernehme EWE unter anderem die Netzanbindung von Ladepunkten, deren Betrieb und Wartung, die Verbrauchserfassung und auf Wunsch auch die Energielieferung. Für alle digitalen Aspekte des Ladepunkt- und Fuhrparkmanagements sei SAP zuständig.

Bis 2020 will EWE 700 Ladesäulen betreiben

Neben den Ladelösungen im Bereich E-Fuhrpark setzt EWE auf einen Ausbau des eigenen Stromtankstellen-Netzes und einen Ausbau des Ladesäulen-Contracting, das sich auch an Kommunen und Landkreise richte, sagte Lohmann. Die Zahl der Stromtankstellen in ihrem Kerngebiet wollen die Oldenburger von derzeit 120 auf 240 Stromtankstellen bis Ende diesen Jahres verdoppeln. Unter anderem werden noch in 2017 diverse Edeka-Märkte mit Stromtankstellen von EWE ausgestattet. Auch das DC-Stromtankstellennetz entlang der Hauptverkehrsachsen im Nordwesten Deutschlands werde ausgebaut. Hier hat EWE mit der Unternehmensgruppe Hoyer aus Visselhövede einen entsprechenden Partner gefunden. Hoyer betreibt Tankstellen und Autobahnrasthöfe. Bis 2020 will EWE 700 Ladesäulen betreiben. (hoe)