Norbert Barthle, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, eröffnete die 4. Fachkonferenz "Elektromobilität vor Ort" in München mit einem Grußwort. Bild: © NOW/Wolf

E-Mobility: "Es entsteht ein flächendeckendes Netz"

Vom neuen Förderprogramm Ladeinfrastruktur des Bundes erhofft sich die Branche wichtige Impulse. Eine zentrale Rolle spielen dabei die Kommunen.

Über 70 Kommunen in Deutschland sind in den vergangenen Jahren im Rahmen der Förderrichtlinie Elektromobilität finanziell vom Bundesverkehrsministerium unterstützt worden. Durch das 2015 installierte Programm werden unter anderem die Beschaffung von Elektroautos und der Aufbau einer entsprechenden Ladeinfrastruktur in den Kommunen gefördert. Das gab die Nationale Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NOW) gestern zum Auftakt der 4. Fachkonferenz "Elektromobilität vor Ort" in München bekannt.

"Möglichkeit für Kommunen, mit gutem Beispiel voranzugehen"

"Die Elektromobilität wird weiter an Fahrt aufnehmen", zeigte sich Norbert Barthle, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) gestern bei seinem Vortrag auf der Fachkonferenz überzeugt. Die Umstellung kommunaler Fuhrparks und Fahrzeugflotten sei dabei ein zentraler Hebel und eine wichtige Möglichkeit für die Kommunen, "mit gutem Beispiel voranzugehen". Zudem sei er überzeugt, dass in vielen Städten künftig die Umstellung auf E-Busse und Pedelecs ein wichtiges Thema werde.

Mit dem Start des Bundesförderprogramms Ladeinfrastruktur soll das Ladenetz bundesweit auf 15 000 Säulen ausgebaut werden. Ab März können private Investoren, Städte und Gemeinden Förderanträge stellen. "Durch dieses Programm soll ein flächendeckendes Ladenetz entstehen", erklärte Barthle.

E-Mobilität als wirksames Mittel gegen Luftbelastung in den Innenstädten

NOW-Geschäftsführer Dr. Klaus Bonhoff zeigte in seinem anschließenden Vortrag auf, dass die Modellvielfalt bei den Elektroautos in Deutschland in den vergangenen Jahren enorm zugenommen habe. Angesichts dieser Angebotsdynamik müsse man mit dem Markthochlauf beginnen. "Die Zeit des Ausprobierens ist vorbei, wir sind dabei, Elektromobilität massentauglich zu machen", so Bonhoff. Die Elektromobilität müsse sich zügig in den Innenstädten durchsetzen, um den Überschreitungen der Schadstoffgrenzwerte wirksam zu begegnen, so Bonhoff.

Die Elektromobilität sei zudem zentral für die Erreichung der Klimaschutzziele der Bundesregierung. Bis 2030 sollen die CO2-Emissionen im Verkehr um 40 Prozent reduziert werden. Damit das gelinge, müsse "der Anteil von Elektrofahrzeugen bei den Neuzulassungen schnell den zweistelligen Prozentbereich erreichen". (hoe)