Bamberg gilt als eine der Testregionen für E-Scooter. Am 15. Mai soll der Bundesrat über eine deutschlandweite Zulassung entscheiden.
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E-Scooter-Umfrage: Breite Zustimmung mit Bedingungen

Die Mehrheit der Deutschen spricht sich für die Zulassung von E-Tretrollern aus. Allerdings nur unter der Bedingung einer Versicherungspflicht. Unbestritten ist nämlich das Unfallrisiko.

Dass E-Scooter einen Beitrag zur Verkehrswende und zum Klimaschutz leisten können, steht für die Mehrheit der Deutschen außer Frage. Zwei von drei Bundesbürgern zwischen 16 und 64 Jahren sind der Meinung ,dass die elektrischen Tretroller eine gute Ergänzung zum bestehenden ÖPNV-Angebot seien. Allerdings brauchen die Scooter den richtigen rechtlichen Rahmen.

62 Prozent der Deutschen fordern zwar, dass die Tretroller möglichst schnell zugelassen werden, allerdings plädieren knapp 90 Prozent für eine Versicherungspflicht. Zu diesem Ergebnis kommt Bitkom nach seiner jüngsten Befragung von 1004 Bürgern ab 16 Jahren. Vor allem ältere Menschen ab 65 Jahren haben Bedenken bei der Einführung des neuen Verkehrsangebots. Immerhin 68 Prozent sind für ein Verbot der E-Scooter, weil sie zu gefährlich seien.

Mehr Verkehrsunfälle prognostiziert

Im Vergleich dazu teilen nur 31 Prozent der 16 bis 64-Jährigen diese Einschätzung. Eine Mehrheit der Jüngeren würde die Tretroller gerne für Wege in der Freizeit nutzen  (60 Prozent). Insgesamt sagen allerdings drei von fünf Befragten, dass es durch E-Scooter zu mehr Verkehrsunfällen kommen könnte.

Während der Anteil bei den Jüngeren bei 53 Prozent liegt, sind es bei den Älteren 75 Prozent. "Angesichts dieser Erwartungen ist es nicht überraschend, dass es eine breite Zustimmung für eine Forderung nach einer Versicherungspflicht für E-Scooter gibt", kommentiert Bitkom-Präsident Achim Berg das Ergebnis. Neun von zehn Bundesbürgern (89 Prozent) sprechen sich für eine solche Vorschrift aus – und hier gibt es kaum Unterschiede zwischen den Altersgruppen. Bei den 16- bis 64-Jährigen liegt die Zustimmung mit 88 Prozent nur leicht unter den Antworten der Ü-65-Gruppe mit 91 Prozent. (ls)