Renault Twizy in voller Fahrt Bild: Renault

Stadtwerke befördern E-Mobilität

Stadtwerke erhöhen Anteil der E-Mobilität. Das EU-Parlament hat sich nun für einen einheitlichen Stecker entschieden.

Die Stadtwerke Marburg (Hessen) unterstützen ab sofort jeden Elektrofahrrad-Kauf durch die Erstattung von 10 % des Neupreises bis zu 100 € berichtet die "Oberhessische Presse". Die Preise für ein E-Rad liegen zwischen 1000 und 2000 €, No-Name-Produkte gibt es bereits ab 600 €. Ziel ist eine Mobilitätsverlagerung von Auto oder Bus auf das Zweirad. Speziell für Marburgs Topografie – die Stadt liegt in einem Talkessel und ist von teilweise steilen Bergen umgeben – böten Pedelecs "ungeahnte Möglichkeiten", zitiert das Blatt Aufsichtsrat Dr. Franz Kahle. Aufgeladen werden können die integrierten Akkus an den Tankstellen der Stadtwerke, also an drei Säulen im Stadtgebiet, einer in Cölbe und 13 weitere im Landkreis. Auch die Anschaffung von E-Autos unterstützen die Stadtwerke mit einer Einmalzahlung von 750 € oder einer Ladestation.

In Bad Neustadt (Bayern) haben die Stadtwerke das ebenfalls erfolgreiche Projekt "Bürger E-Mobil" ins Leben gerufen, berichtet der "Bayerische Rundfunk". Dabei stellen Autohändler verschiedene Modelle für jeweils zwei Wochen zur Verfügung. Diese können dann bei den Stadtwerken kostenlos für einige Stunden oder ein Wochenende ausgeliehen werden. Ziel des Versorgers ist es, elektrisches Fahren in der bayerischen Modellstadt für Elektromobilität erlebbar zu machen.

Auch in Herten (Nordrhein-Westfalen) geben die Stadtwerke Bürgern die Möglichkeit, sich im Rahmen eines Mobilitätstags über Erdgas- und Elektrofahrzeuge zu informieren, berichtet der "Lokalkompass". Verschiedene Autohäuser stellen neue Modelle vor und es besteht die Möglichkeit auf einem Parkplatz eine Probefahrt mit dem Renault Twizy der Hertener Stadtwerke zu machen. Auf einem Segway-Parcours können darüber hinaus elektrische Zweiräder getestet werden.

Positive Resonanz erntete die jüngste Entscheidung des EU-Parlaments und der EU-Regierungen für einen europaweit einheitlichen Stecker für Elektroautos. Der Beschluss von EU-Parlament und Ministerrat gehe auf einen Richtlinienvorschlag der EU-Kommission für einheitliche Standards und harmonisierte Rahmenbedingungen vom Januar 2013 zurück.

So sagte Dr. Norbert Verweyen, Geschäftsführer der RWE Effizienz und Mitglied der Nationalen Plattform Elektromobilität, dem offiziellen Beratergremium der Bundesregierung: „Gleiche Standards in Europa sind die Grundlage für komfortables und sicheres Laden. Wir haben aktiv an der Standardisierung mitgewirkt und nutzen unser Know-how als einer der führenden europäischen Anbieter für Ladeinfrastruktur für unsere Kunden.“

RWE betreibt bereits 3000 intelligente Ladepunkte für Elektrofahrzeuge in 21 europäischen Ländern. Alle RWE-Ladepunkte verfügen seit 2010 über den nun als europaweiten Standard definierten Typ-2-Stecker. Auch das neue Ladesystem CCS, das vor allem die deutschen und nordamerikanischen Automobilhersteller einsetzen, ermöglicht das Laden mit dem Typ-2-Stecker. (msz/al)