SWD und EnBW entwickeln Roaming-Verfahren

Die beiden Versorger setzen fernab von Hubject und Smartlab auf eigenes System.

Eine der wichtigsten Voraussetzungen für die Etablierung der Elektromobilität ist der Aufbau von leicht zugänglichen Lademöglichkeiten für Kunden. Aus diesem Grund haben die Stadtwerke Düsseldorf und die EnBW eine Roaming-Kooperation entwickelt. "Mit nur einer Ladekarte wird ab dem 1. Juli ein flächendeckendes, gemeinsames Abrechnungssystem für circa 800 Ladesäulen bundeslandübergreifend im Westen und Südwesten Deutschlands geschaffen", erklärt Dr. Udo Brockmeier, Vorstandsvorsitzender der Stadtwerke Düsseldorf. Es wurde bei der 4. Kommunalkonferenz Elektromobilität gestern in Düsseldorf vorgestellt.

Es sei ein deutliches Zeichen dafür, dass Infrastrukturthemen in regionaler Zusammenarbeit angegangen werden müssen. So sollen die zeitlichen Abstände der Regiogipfel im Rheinland verringert werden, um den vielfältigen Entwicklungen zu genügen. "Die Stadtwerke Düsseldorf arbeiten in Kooperation mit anderen Unternehmen und Einrichtungen wie Stadt Düsseldorf, TÜV, Energieagentur NRW, Rheinenergie Köln, Carsharing-Unternehmen, Forschungsunternehmen und vielen mehr auf lokaler wie regionaler Ebene an der Entwicklung zukunftsweisender Infrastrukturen", so Brockmeier.

Die Kommunal-Konferenz fand zum 4. Mal statt. Veranstalter sind die
Energieagentur NRW, TÜV Rheinland und Stadtwerke Düsseldorf AG gemeinsam
mit dem Verband kommunaler Unternehmen, dem Deutschen Institut für
Urbanistik, dem deutschen Städtetag, dem Landkreistag NRW sowie dem Städte und Gemeindebund NRW. 180 Teilnehmer besuchten die Veranstaltung, rd. 30 Fahrzeugaussteller präsentierten ihre Projekte.

"Kommunen spielen auf dem Weg zur Markteinführung alternativer Antriebstechnologien und der dazugehörigen Infrastruktur eine besondere Rolle", führt Dipl.-Ing. Lothar Schneider, Geschäftsführer der Energieagentur NRW, aus. "Zum einen verfügen Kommunen und kommunale Betriebe über nennenswerte Flotten, die im Sinne einer sauberen, CO2-armen Stadt aktiv sind, zum anderen müssen Kommunen durch ordnungsrechtliche Maßnahmen und alternative Beschaffung in die Lage versetzt werden, solchen Technologien einen Vorrang zu geben. Dann wird der zu erwartende Markthochlauf gelingen", so Schneider. (al)